500 Mio. Fr. für Gaz­prom

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die Pfand­brief­bank nimmt 494 Mio. Fr. auf, Swiss­com be­gnügt sich mit 200 Mio.

Die di­cken Bro­cken ka­men auf ei­nen Schlag, knapp 1 Mrd. Fr. al­lein am Mitt­woch. Die Pfand­brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te er­öff­ne­te mit ei­ner Dop­peltran­che. Un­ter Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se (CS), UBS und Raiff­ei­sen wur­den auf­ge­stockt: Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 618, 2015/2025 um 342 Mio. Fr. auf 750 Mio. und

Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 629, 2016/2035 um 152 Mio. Fr. auf 621 Mio. Die Aus­ga­be­prei­se be­tru­gen 102,165% und 100,474%, an Ren­di­te­auf­schlä­gen (Spreads) wur­den 8 Ba­sis­punk­te (Bp) für die lan­ge und 14 Bp über Swap für die zehn­jäh­ri­ge Tran­che ge­zahlt.

An­de­re Ren­di­te-Grös­sen­ord­nun­gen er­reich­te die glei­chen­tags von UBS, Deut­scher Bank, Gaz­prom­bank und VTB Ca­pi­tal plat­zier­te 23⁄ PJSC Gaz­prom 2016/2021 über 500 Mio. Fr. Das fünf­jäh­ri­ge Pa­pier des rus­si­schen Erd­gas­pro­du­zen­ten wur­de zu pa­ri aus­ge­ge­ben, die Ren­di­te auf Ver­fall be­trägt dem­nach 23⁄ Die Rus­sen zahl­ten ei­nen Spre­ad von 311,5 Bp über Swap-Mit­te.

Von den drei gros­sen Ra­ting­agen­tu­ren stuft nur noch Fitch Gaz­prom im Be­reich An­la­ge­qua­li- tät ein, al­ler­dings am un­ters­ten Rand (BBB–) und mit ne­ga­ti­vem Aus­blick. Stan­dard and Poor’s (S&P) und Moo­dy’s se­hen Gaz­prom da­ge­gen im Hoch­zins­seg­ment. S&P ver­gibt ein BB+ mit ne­ga­ti­vem Aus­blick, Moo­dy’s be­wer­tet den gröss­ten Erd­gas­pro­du­zen­ten der Welt mit Ba1 und hat ihn auf die Über­wa­chungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen ge­setzt. Die An­lei­he wur­de von der Toch­ter Gaz Ca­pi­tal emit­tiert, Schuld­ne­rin (Bor­ro­wer) ist die Pu­b­lic Jo­int Stock Com­pa­ny Gaz­prom.

Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) und UBS be­glei­te­ten am Don­ners­tag Swiss­com 2016/2027 über 200 Mio. Fr. Die elf­jäh­ri­ge An­lei­he wur­de zu ei­nem Aus­ga­be­preis von 100,108% und ei­nem Spre­ad von 23 Bp ge­preist. Moo­dy’s hat den Aus­blick für die Ra­bo­b­ank (Aa2) von sta­bil auf ne­ga­tiv ge­senkt. S&P be­wer­tet die Bank seit No­vem­ber 2014 zwei Stu­fen tie­fer.

Im Aus­land­seg­ment des Fran­ken­mark­tes hat sich in der Rang­lis­te der Schuld­ner we­nig ver­än­dert, schreibt die ZKB im For­eign Ra­ting Gui­de. Die Eu­ro­päi­sche In­ves­ti­ti­ons­bank blei­be mit 8,7 Mrd. Fr. gröss­ter Aus­land­schuld­ner. Es fol­gen Bank Ne­der­land­se Ge­me­en­ten (5,1 Mrd. Fr.), Ös­ter­rei­chi­sche Kon­troll­bank (4,4 Mrd.) und Ra­bo­b­ank (4 Mrd.). Ge­ne­ral Electric (3,3 Mrd.) liegt als ers­ter In­dus­trie­schuld­ner auf Rang fünf.

Ge­mäss ZKB hat der dritt­gröss­te In­lands­schuld­ner, die Pfand­brief­zen­tra­le, mehr Fran­ken-An­lei­hen aus­ste­hen als die zehn gröss­ten Aus­land­schuld­ner (40,3 Mrd. Fr.) zu­sam­men. Wohl ha­be es 2016 auch De­büt-Emis­sio­nen von Aus­län­dern ge­ge­ben. «Die Ab­gän­ge wa­ren aber deut­lich zahl­rei­cher», stellt die ZKB fest.

So hät­ten 2016 nam­haf­te Schuld­ner wie Deut­sche Te­le­kom, To­yo­ta, Ös­ter­reich oder Un­garn ih­re letz­te Fran­ken-An­lei­he ge­tilgt. «Auch wenn das zur Rück­zah­lung an­ste­hen­de Vo­lu­men in den kom­men­den Jah­ren ab­neh­men wird, muss bei der ge­gen­wär­ti­gen flau­en Emis­si­ons­tä­tig­keit im Aus­land­be­reich da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass das Ge­samt­vo­lu­men zu­min­dest bis 2019 wei­ter ab­neh­men wird», schreibt die ZKB.

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