Ver­lust von Le Coq Spor­tif nimmt ab

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Die Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft Ai­re­sis ist zu­ver­sicht­lich, was die Ent­wick­lung des wich­tigs­ten As­sets, des fran­zö­si­schen Sport­ar­tik­lers Le Coq Spor­tif, an­geht. Der Ab­satz wer­de 2016 knapp 111 Mio. € er­rei­chen, rund 10% mehr als im Vor­jahr. Der Fehl­be­trag auf Stu­fe Ebit­da soll sich von 7,4 auf rund 5 Mio. € ver­rin­gern. 2017 müss­te sich der Trend fort­set­zen, wie das Ma­nage­ment an ei­ner In­ves­to­ren­ver­an­stal­tung in Zü­rich er­klär­te.

In den letz­ten Jah­ren hat Ai­re­sis viel in den Wie­der­auf­bau der Tra­di­ti­ons­mar­ke in­ves­tiert. 2014 und 2015 re­sul­tier­te des­halb ein Ver­lust. Das wird auch im lau­fen­den Jahr der Fall sein, doch sieht Fi­nanz­chef Yves Cor­t­hé­sy die Ge­winn­schwel­le auf Net­to­ebe­ne für Le Coq Spor­tif und für das Un­ter­neh­men in Reich­wei­te. «Der In­ves­ti­ti­ons­zy­klus ist ab­ge­schlos­sen, und ich rech­ne mit ei­ner sub­stan­zi­el­len Pro­fi­ta­bi­li­täts­ver­bes­se­rung», führt der CFO aus.

Boom in Frank­reich

Als Haupt­trei­ber be­zeich­net Cor­t­hé­sy die Märk­te Frank­reich (+30%) und Spa­ni­en (+28%). Das Seg­ment Sport­schu­he bil­det wei­ter­hin das Haupt­ge­schäft. Schritt für Schritt wur­de das Tex­til­seg­ment ent­wi­ckelt, das nun für fast 20% des Um­sat­zes steht. «Wir sind als Mar­ke zu­rück», re­sü­miert CEO und Gross­ak­tio­när Marc-Hen­ri Be­au­si­re die Ent­wick­lung. Die Brut­to­mar­ge soll­te sich im zwei­ten Halb­jahr ver­bes­sern. Wä­re nicht der Be­ne­lux-Ver­triebs­part­ner in Kon­kurs ge­gan­gen, wä­re das Be­triebs­er­geb­nis um 2 Mio. € bes­ser aus­ge­fal­len.

Für die zwei­te Be­tei­li­gung, die Ski­und Berg­sport­mar­ke Mo­ve­ment, rech­net Ai­re­sis mit ei­nem aus­ge­gli­che­nen Net­to­er­geb­nis be­reits in die­sem Jahr und ei­ner Stei­ge­rung 2017. Mo­ve­ment macht 70% des Um­sat­zes von 11 Mio. € im Ski­ge­schäft. Die Mar­ke ist schweiz­weit in 400 Ge­schäf­ten, zu­meist In­ter­sport-Lä­den, er­hält­lich. In der West­schweiz lau­fen Ver­su­che, dort für Le Coq Spor­tif Mar­ken­cor­ner auf­zu­bau­en.

Knack­punkt Ei­gen­ka­pi­tal

Die ho­hen Mar­ken­auf­bau­kos­ten und die dar­aus ent­stan­de­nen Ver­lus­te schmä­ler­ten in den letz­ten Jah­ren die Fi­nanz­ba­sis von Ai­re­sis be­trächt­lich. Die Ei­gen­ka­pi­tal­de­ckung er­reich­te En­de 2015 noch 30%, was In­ves­to­ren mit Sor­ge er­füll­te. In­zwi­schen wur­den zwei Wan­del­an­lei­hen über 5 und 4 Mio. € auf­ge­legt. Die ers­te kann im De­zem­ber ge­wan­delt wer­den, die zwei­te läuft bis Sep­tem­ber 2019 oder 2020. Cor­t­hé­sy be­zeich­net die Fi­nan­zie­rung als aus­rei­chend, um Le Coq Spor­tif wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Ai­re­sis hält 78% an Le Coq Spor­tif und 92% an Mo­ve­ment.

Der gu­te Lauf der Ai­re­sis-Ak­ti­en spie­gelt die ope­ra­ti­ve Ver­bes­se­rung, die be­reits im ers­ten Halb­jahr ein­ge­setzt hat. Auch die Stär­kung der Ka­pi­tal­ba­sis des Winz­lings mit 82 Mio. Fr. Bör­sen­wert stiess un­ter den An­le­gern auf An­klang. Ent­hal­ten ist im Kurs aber vor al­lem die Hoff­nung, CEO Be­au­si­re ge­lin­ge es, aus der Mar­ke Le Coq Spor­tif das Op­ti­mum her­aus­zu­ho­len. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Ai­re­sis im On­line-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/AIRE

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