Cre­dit Suis­se und Swiss­com

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - RO­LAND VOGT

Auf vie­len Fi­nan­zweb­sei­ten sind Charts des­halb so be­liebt, weil sich da­mit un­ver­fäng­li­che Hand­lungs­si­gna­le ge­ne­rie­ren las­sen – je­den Tag neu, was für die er­wünsch­ten Klick­zah­len sorgt. Mit Markt­tech­nik hat das meis­te von dem we­nig zu tun. Si­gna­le lies­sen sich not­ge­drun­gen auch mit ei­nem über den Chart ge­leg­ten Kar­o­pa­pier aus­lö­sen.

En­de Ju­ni ha­ben wir auf die Fal­ling Wedge hin­ge­wie­sen, die bei Cre­dit Suis­se von ei­ner na­hen Trend­wen­de und ei­nem Tief knapp un­ter 10 Fr. kün­de­te. Am 5. Ok­to­ber ha­ben wir ein be­vor­ste­hen­des Top der im Ju­li ge­star­te­ten Auf­wärts­be­we­gung im Be­reich um bzw. leicht über 14 Fr. be­schrie­ben. Mög­lich ist das, weil die Chart­struk­tu­ren je­weils in ei­nem be­stimm­ten Kon­text ste­hen. Die rich­ti­ge Ei­n­ord­nung der ein­zel­nen Pat­tern er­laubt es auf die­sem Weg, Sze­na­ri­en zu ent­wi­ckeln.

Aus­ge­schos­sen

Was die Kurs­ent­wick­lung in den kom­men­den zwei, drei Mo­na­ten be­trifft, se­hen wir für die CS-Ak­tie zur­zeit kein po­si­ti­ves Sze­na­rio mehr. Im güns­tigs­ten Fall wird es ei­ne zeit­lich ge­dehn­te Kon­so­li­die­rung ge­ben – oder so­gar ei­ne schwung­vol­le­re, neue Ab­wärts­be­we­gung. Zu den Wahr­schein­lich­kei­ten lässt sich noch nichts sa­gen. Aber der ein­zi­ge Grund, die Ak­tie nach dem Kurs­an­stieg von 50% in fünf Mo­na­ten noch wei­ter zu hal­ten, wä­ren – lo­gisch – wei­ter stei­gen­de Kur­se?

Bei ei­nem lang­fris­tig po­si­ti­ven Sze­na­rio müss­te nun die rech­te Schul­ter ei­ner in­ver­sen He­ad & Shoul­der ent­wi­ckelt wer­den. Das wür­de ein mehr- wö­chi­ges Hin und Her zwi­schen et­wa 14.50 und 12 Fr. brin­gen. Im ne­ga­ti­ven Fall sieht das aber nur aus wie ei­ne He­ad & Shoul­der und ist in Wirk­lich­keit ei­ne sim­ple ABC-Er­ho­lung ge­we­sen, die nun zu En­de geht. Dann liegt der nächs­te Punkt emp­find­lich tie­fer.

Ein In­ves­tor will mehr

Im Tages-Chart von Swiss­com ist zu­nächst nichts Gross­ar­ti­ges zu er­ken­nen. Die in den letz­ten acht Wo­chen aus­ge­bil­de­te Wedge kün­det zwar von ei­nem be­vor­ste­hen­den Rich­tungs­wech­sel und Be­we­gungs­raum bis 460/465 Fr., doch für mehr als ei­ne Tra­ding-Ak­ti­on reicht das nicht – ein In­ves­tor will mehr. Nach­dem der Ak­ti­en­wert seit Herbst 2014 un­ter Schwan­kun­gen um un­ge­fähr 25% ab­ge­nom­men hat, müss­te da schon ei­ne nach­hal­ti­ge Trend­wen­de her.

Der Wo­chen­chart zeigt dies­be­züg­lich mehr: ei­ne um 420 Fr. ver­lau­fen­de, brei­te Un­ter­stüt­zungs­zo­ne. Gleich­zei­tig wird sicht­bar, dass der nun­mehr zwei­jäh­ri­ge Kurs­rück­gang kei­ne ein­deu­tig bä­ren­markt­ty­pi­schen Struk­tu­ren zeigt. Lang­fris­tig be­trach­tet darf al­so ver­mu­tet wer­den, dass es sich bei der Kurs­schmel­ze um ei­ne Kor­rek­tur han­delt, aus dem nun dem­nächst ein neu­er Auf­wärts­trend er­wächst. Aus die­sem Blick­win­kel wird die er­wähn­te Wedge in­ter­es­sant. Für den gu­ten Um­gang mit ei­ner Wedge fin­den Sie wei­te­re In­for­ma­tio­nen auf un­se­rer Web­site. Die Mei­nung des Au­tors muss nicht mit je­ner der Re­dak­ti­on über­ein­stim­men.

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