Gold un­ter­liegt Trum­po­no­mics

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GIO­VAN­NI STAUNOVO,

Der Gold­preis ist ver­gan­ge­ne Wo­che auf den tiefs­ten Stand seit Fe­bru­ar ge­fal­len. Gold ist Op­fer ei­nes hef­ti­gen An­stiegs der Ren­di­ten zehn­jäh­ri­ger US-Staats­an­lei­hen und des stär­ke­ren Dol­lars. Trei­ber der Kor­rek­tur sind An­le­ger, die sich vor der Po­li­tik Do­nald Trumps vor den US-Prä­si­dent­schafts­wah­len ge­fürch­tet hat­ten und nun in ei­ne Post-Wahl-Eu­pho­rie über­ge­gan­gen sind. Trumps Steu­er- und Haus­halts­plä­ne, die schein­bar für mehr Wachs­tum ste­hen, ha­ben hier of­fen­bar ei­ne Kehrt­wen­de be­wirkt. Seit der US-Wahl ist es zu Ab­flüs­sen von mehr als 100 Ton­nen aus bör­sen­ge­han­del­ten Gold­fonds (ETF) ge­kom­men. Auf Gold las­ten auch schwä­che­re phy­si­sche Käu­fe, be­son­ders in In­di­en. Dort hat­te die Re­gie­rung ent­schie­den, die 500- und die 1000-Ru­pi­enSchei­ne aus dem Ver­kehr zu zie­hen.

Es be­steht das Ri­si­ko, dass die US-No­ten­bank re­strik­tiv auf die von Trump ge­plan­te ag­gres­si­ve Fis­k­al­ex­pan­si­on re­agiert. Das könn­te die Ren­di­te zehn­jäh­ri­ger Tre­a­su­ries auf über 2,5% drü­cken und für ei­nen noch stär­ke­ren Dol­lar sor­gen. Das Chief In­vest­ment Of­fice von UBS We­alth Ma­nage­ment (UBS CIO) er­war­tet, dass die US-No­ten­bank, die am 13. und 14. De­zem­ber tagt, bei ih­rem Kon­zept von zwei Zins­er­hö­hun­gen im nächs­ten Jahr bleibt. Das dürf­te aus­rei­chen, um den der­zei­ti­gen Trend um­zu­keh­ren. So­fern nicht der Ri­si­ko­fall ein­tritt, bleibt die UBSCIO-Pro­gno­se von 1350 $ je Un­ze in zwölf Mo­na­ten be­ste­hen. Der er­war­te­te Rück­gang der US-Re­al­zin­sen und die hö­he­re po­li­ti­sche Un­si­cher­heit soll­ten Gold stüt­zen.

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