Ac­te­li­on im Wech­sel­bad

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - BAR­BA­RA SCHMIDT

SMI-Schwer­ge­wich­te be­las­ten den In­dex. 2017 soll ein bes­se­res Jahr für die Uh­ren­bran­che wer­den.

Der Schwei­zer Ak­ti­en­markt hat zu Wo­chen­be­ginn den Rück­wärts­gang ein­ge­legt. Am Di­ens­tag gab es nur we­nig Be­we­gung. Im Swiss Mar­ket In­dex (SMI) re­sul­tier­te seit Frei­tag ein Mi­nus von 0,5% auf 7845.

Bei Ac­te­li­on (+13,3%) über­schla­gen sich die Ge­rüch­te. Nach­dem die «Fi­nan­ci­al Ti­mes» am Di­ens­tag be­rich­tet hat­te, es ge­he bei John­son & John­sons Avan­cen ge­gen­über Ac­te­li­on bloss um ei­ne Be­tei­li­gung und nicht um ei­ne Über­nah­me, ka­men ge­gen Abend wie­der Ge­rüch­te auf, J&J sei be­reit, das All­schwi­ler Phar­ma­un­ter­neh­men für 246 Fr. pro Ak­tie voll zu über­neh­men – wor­auf der Ac­te­li­on-Kurs auf über 200 Fr. an­zog, nach­dem er am Mor­gen noch bis auf 174 Fr. kor­ri­giert hat­te.

Die Phar­ma­schwer­ge­wich­te Roche (GS –0,3%) und No­var­tis (–0,8%) ver­moch­ten den In­dex nicht zu stüt­zen. Roche pro­fi­tier­ten nur we­nig von ei­ner Ra­tin­ger­hö­hung auf «Strong Buy» durch S&P Glo­bal. No­var­tis will im Rah­men des Pro­gramms No­var­tis Ac­cess An­fang 2017 die ers­ten Me­di­ka­men­te nach Ruan­da lie­fern. Dort sol­len sie zu ei­nem Preis von 1 $ pro Be­hand­lung und Mo­nat an­ge­bo­ten wer­den.

Er­neut ge­schwä­chelt ha­ben Ga­le­ni­ca (–0,5%). Die Toch­ter­ge­sell­schaft Re­lyp­sa hat für das Me­di­ka­ment Val­tes­sa von der USGe­sund­heits­be­hör­de FDA die Ge­neh­mi­gung für ei­ne In­di­ka­ti­ons­an­pas­sung er­hal­ten. Den Ti­teln half dies je­doch nur we­nig. Evol­va (–4,8%) be­ka­men durch die Be­kannt­ga­be des neu­en Fi­nanz­chefs kurz­zei­tig Auf­trieb. Oli­ver Wal­ker ist ehe­ma­li­ger CFO von So­no­va (–0,9%) und wird die Po­si­ti­on bei Evol­va am 1. De­zem­ber an­tre­ten.

Aryz­ta ver­bes­sert sich

Die Ti­tel des Back­wa­ren­her­stel­lers Aryz­ta re­agier­ten mit ei­ner Ach­ter­bahn­fahrt auf die am Mon­tag prä­sen­tier­ten Zah­len. Sie büss­ten nach ent­täu­schen­den An­ga­ben zur Um­satz­ent­wick­lung zu­nächst ein. Po­si­ti­ve Kom­men­ta­re zum Aus­blick und zur Sen­kung der Fi­nanz­kos­ten sind da­für gut auf­ge- nom­men wor­den. Die Ak­tie er­hol­te sich im Ta­ges­ver­lauf und ten­dier­te schliess­lich 5,1% fes­ter (vgl. Sei­te 10).

Zu den Ver­lie­rern An­fang die­ser Wo­che ge­hör­ten un­ter an­de­rem auch Nest­lé (–1%). Li­be­r­um und Bank Be­ren­berg ha­ben die Kurs­zie­le für die Ti­tel des Le­bens­mit­tel­rie­sen ge­senkt. Ers­te­re hat das Kurs­ziel deut­lich von 82.50 auf 63 Fr. her­ab­ge­setzt. Be­ren­berg hat das Kurs­ziel um nur 3 Fr. auf 82 Fr. ge­senkt und hält an der Kauf­emp­feh­lung fest. Der zu­stän­di­ge Ana­lyst er­hofft sich vom neu­en CEO Mark Schnei­der mehr Kos­ten­dis­zi­plin, ei­ne stär­ke­re Port­fo­lio­re­struk­tu­rie­rung und ein schnel­les Wachs­tum der He­alth-Sci­ence-Spar­te.

Die Uh­ren­wer­te Swatch Group (Inh. +1,7%) und Ri­che­mont (+0,9%) wur­den durch er­mu­ti­gen­de Aus­sa­gen von Je­an-Clau­de Bi­ver, Chef der LVMH-Uh­ren­di­vi- si­on, et­was ge­stützt. Die Schwei­zer Uh­ren­in­dus­trie dürf­te ihm zu­fol­ge die Tal­soh­le er­reicht ha­ben. 2017 wer­de ein bes­se­res Jahr für die Uh­ren­bran­che.

Sun­ri­se vor Swiss­com

Ener­gie­ti­tel pro­fi­tier­ten von den Ab­stim­mungs­er­geb­nis­sen des letz­ten Sonn­tags. Die Schwei­zer ha­ben ge­gen ei­nen schnel­len Aus­stieg aus der Atom­ener­gie ge­stimmt. Dar­auf­hin avan­cier­ten Al­piq 1,8% und BKW 1,7%.

Sun­ri­se (+0,6%) leg­ten am Di­ens­tag leicht zu. Das Un­ter­neh­men liegt im neus­ten Mo­bil­funk­netz­test des deut­schen Bran­chen­ma­ga­zins «Con­nect» erst­mals vor Swiss­com (–0,4%).

Al­pi­ne Select (unv.) hat be­schlos­sen, bis zu 3,58 Mio. ei­ge­ne Ak­ti­en zu­rück­zu­kau­fen und das Ka­pi­tal ent­spre­chend her­ab­zu­set­zen. Der gröss­te Ak­tio­när der An­la­ge­ge­sell­schaft möch­te aus­stei­gen und wird ei­nen Gross­teil sei­nes rund 15%igen An­teils an­bie­ten.

Im Be­reich der Über­nah­men hat Sul­zer (–3,7%) die Ak­qui­si­ti­on des Pum­pen­her­stel­lers En­si­v­al Mo­ret an­ge­kün­digt. Der Kauf­preis be­läuft sich auf 85 Mio. Fr. (vgl. Sei­te 11), was an­ge­sichts ei­nes Um­sat­zes von 123 Mio. Fr. recht güns­tig er­scheint.

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