APG lockt mit Di­vi­den­de

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM - ML

APG ist über­all. Ob am Haupt­bahn­hof in Zü­rich, im Ein­kaufs­zen­trum in Bern, an den Haupt­stras­sen auf dem Land oder in den Ber­gen in Zer­matt und St. Mo­ritz. Über­all ver­mark­tet das Un­ter­neh­men die Wer­be­flä­chen. Mit ei­nem Markt­an­teil von 70% bei der Aus­sen­wer­bung ist es kla­rer Markt­füh­rer in der Schweiz.

CEO Mar­kus Ehr­le zeigt sich an der Prä­sen­ta­ti­on der Zah­len zu­frie­den: «Der Aus­sen­wer­be­markt ent­wi­ckelt sich sehr po­si­tiv.» Der Wett­be­werb ist in jüngs­ter Zeit aber här­ter ge­wor­den. So hat APG bei der Aus­schrei­bung der Stadt Lu­zern, der Stadt Genf und der Ver­kehrs­be­trie­be Zü­rich den Zu­schlag nicht be­kom­men. «Trotz der zu kom­pen­sie­ren­den Ver­trags­ver­lus­te ha­ben wir das Ver­kaufs­re­sul­tat ge­stei­gert», sagt Ehr­le.

APG konn­te den Um­satz 0,7% auf 315,4 Mio. Fr. er­hö­hen. Un­ter dem Strich re­sul­tier­te ein Ge­winn von 70,5 Mio. Fr. We­gen des Ver­kaufs ei­ner Lie­gen­schaft in Ba­sel ver­zerrt ein Son­der­ge­winn über 18 Mio. Fr. das Er­geb­nis. Be­rei­nigt um die­sen Ein­mal­ef­fekt be­trägt der Ge­winn 52,5 Mio. Fr., 0,8% mehr als im Vor­jahr. Je Ak­tie er­gibt das ei­nen be­rei­nig­ten Ge­winn von 17,52 Fr. je Ak­tie.

Die dop­pel­te Di­vi­den­de

Mehr als der ge­sam­te Ge­winn soll aus­ge­schüt­tet wer­den. Seit dem Ge­schäfts­jahr 2014 ver­dop­pelt APG die or­dent­li­che Di­vi­den­de. Für das Ge­schäfts­jahr 2016 soll die ge­sam­te Aus­schüt­tung 24 Fr. je Ak­tie be­tra­gen. Die­se Ver­dop­pe­lung der or­dent­li­chen Di­vi­den­de soll bis 2018 fort­ge­setzt wer­den. Im Ge­gen­satz zur Ver­gan­gen­heit de­fi­niert der Ver­wal­tungs­rat aber kei­ne ex­pli­zi­te Aus­schüt­tungs­quo­te mehr. Bis­her sprach der VR von ei­ner Quo­te von 60 bis 70% so­wie von ei­ner pro­gres­si­ven Aus­schüt­tung.

Das Un­ter­neh­men kann sich die­se ho­he Aus­schüt­tung leis­ten. Per En­de 2016 ver­fügt der Aus­sen­wer­ber über ei­ne Net­to­li­qui­di­tät von 126,8 Mio. Fr. Zu­dem hat APG 2016 ei­nen frei­en Cash­flow von 56,6 Mio. Fr. er­wirt­schaf­tet.

Die Zu­kunft ist di­gi­tal

Trotz der ho­hen Aus­schüt­tung will APG auch in die Zu­kunft in­ves­tie­ren. Der Wachs­tums­trei­ber heisst Di­gi­ta­li­sie­rung. Di­gi­ta­le Wer­be­trä­ger wer­den pri­mär an Bahn­hö­fen und an viel fre­quen­tier­ten Ver­kehrspunk­ten ein­ge­setzt. «Wir wol­len qua­li­ta­tiv aus­bau­en», sagt der CEO. Die Di­gi­ta­li­sie­rung loh­ne sich aber nur an To­p­la­gen. 2016 hat APG die die Flä­che der di­gi­ta­len Wer­be­trä­ger 18% ge­stei­gert.

«Am po­si­ti­ven Mo­men­tum für die Aus­sen­wer­bung wird sich nichts än­dern», sagt der CEO. Ei­ne quan­ti­fi­zier­ba­re Pro­gno­se macht das Un­ter­neh­men aber nicht. Da­für sei der Markt zu vo­la­til und die Vi­si­bi­li­tät zu ge­ring. Vor­erst dür­fen sich die Ak­tio­nä­re über ei­ne Di­vi­den­den­ren­di­te von 5,3% freu­en. Ge­mes­sen am Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 26 für das lau­fen­de Jahr sind die Ak­ti­en aber nicht mehr güns­tig.

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