Ein Pa­pier aus Pa­na­ma

Finanz und Wirtschaft - - PRAKTIKUS/PORTRÄT - MR

«Pro Mun­di Be­ne­fi­cio», steht auf Pa­na­mas Wap­pen: für das Wohl der Welt. Für das­je­ni­ge der Fi­nanz­welt ganz be­stimmt. Das Land am Ka­nal von Ka­ri­bik zu Pa­zi­fik ist ge­seg­net mit ei­nem woh­lig war­men Kli­ma, auch und gera­de steu­er­lich. Das woll­ten und wol­len recht­li­che wie auch na­tür­li­che Per­so­nen aus al­ler Welt ge­nies­sen, und wär’s auch nur über ei­nen Brief­kas­ten. Vie­le da­von sind ganz, man­che nur bei­na­he le­gal. 2016 ge­lang­ten der Dis­kre­ti­on dring­lich be­dürf­ti­ge Da­ten in gros­ser Men­ge an die Öf­fent­lich­keit – die­se «Pa­na­ma Pa­pers» sorg­ten rund um den Glo­bus für Skan­da­le und Pein­lich­kei­ten.

Pe­ru­til wa­ren auch Pa­pie­re pa­na­mai­schen Rechts, doch ein be­son­de­rer Fall. Die Ti­tel die­ser Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft wur­den bis Ju­li 2004 an der Schwei­zer Bör­se ge­han­delt. Das Ve­hi­kel war 1959 ge­grün­det wor­den, fe­der­füh­rend durch Ca­del­pla­ta (ei­ne ar­gen­ti­ni­sche Ge­sell­schaft, einst ent­stan­den aus den Süd­ame­ri­ka-In­ves­ti­tio­nen des In­dus­tri­el­len Wal­ter Bo­ve­ri); mit von der Par­tie wa­ren u. a. auch Mo­tor-Co­lum­bus oder Süd­elek­tra. Die In­ves­to­ren woll­ten ih­re Be­tei­li­gun­gen im pe­rua­ni­schen Elek­tri­zi­täts­sek­tor – Pe­ru Uti­li­ties – steu­er­scho­nend am Isth­mus bün­deln. Ge­gen En­de der Acht­zi­ger­jah­re soll Pe­ru­til an den Zu­ger Roh­stoff­händ­ler Marc Rich und da­nach an BZ-Mas­ter­mind Mar­tin Eb­ner wei­ter­ge­reicht wor­den sein. Spä­ter kon­trol­lier­te die Bank Rüd, Blass die Ge­sell­schaft; Rüd, Blass wur­de 2009 von der Deut­schen Bank über­nom­men. Die Se­rie Non­val­eur er­scheint in lo­ser Fol­ge (sie­he www.fuw.ch/dos­sier/non­val­eur). Sie ba­siert auf der Samm­lung Wert­pa­pier­welt der SIX Group.

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