Po­si­ti­ver Aus­blick für Edel­me­tal­le

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GIO­VAN­NI STAUNOVO

Trotz der Er­war­tung, dass die USNo­ten­bank die Zin­sen in die­sem Jahr zwei Mal an­he­ben soll­te, dürf­te die Teue­rung in den USA an­zie­hen. Da­mit ver­blie­ben die Re­al­zin­sen im ne­ga­ti­ven Be­reich. Doch nicht nur die Wahr­schein­lich­keit ei­ner hö­he­ren In­fla­ti­on und der Ent­täu­schung der Wachs­tums­er­war­tun­gen nimmt zu, auch die po­li­ti­sche und wirt­schaft­li­che Un­si­cher­heit wächst. Die­se Ri­si­ken spre­chen für Edel­me­tal­le und ins­be­son­de­re für Gold als si­che­re An­la­ge. Das UBS Chief In­vest­ment Of­fice er­war­tet, dass der Gold­preis von der­zeit rund 1250 $ pro Fein­un­ze in den kom­men­den Mo­na­ten auf die Mar­ke von 1300 $ pro Un­ze stei­gen wird.

Die No­tie­run­gen von in­dus­tri­ell ver­wen­de­ten Edel­me­tal­len wie Sil­ber, Pla­tin und Pal­la­di­um sind ei­ner­seits eng an die Ent­wick­lung des Gold­prei­ses ge­knüpft, an­de­rer­seits wer­den sie durch wei­te­re Fak­to­ren be­ein­flusst. Die Fun­da­men­tal­da­ten deu­ten auf fes­te­re Prei­se hin. Denn die Pro­duk­ti­on ist der­zeit sta­bil oder gar rück­läu­fig. Gleich­zei­tig wer­den die Me­tal­le stär­ker nach­ge­fragt, da sich die In­dus­trie­tä­tig­keit im ver­gan­ge­nen Jahr spür­bar er­holt hat.

Für ein En­ga­ge­ment in die­sem Sek­tor eig­nen sich Long-Po­si­tio­nen in den Edel­me­tal­len. Al­ter­na­tiv be­steht die Mög­lich­keit, Vo­la­ti­li­tät ge­gen ei­ne Prä­mie ober­halb der Geldmarktsätze zu ver­kau­fen. Soll­te die US-No­ten­bank un­er­war­tet schnell die Zin­sen er­hö­hen, wür­de das die op­ti­mis­ti­sche Beur­tei­lung der Edel­me­tall­prei­se je­doch ge­fähr­den.

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