Zwei Hy­po­the­ken­tran­chen

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die Pfand­brief­bank plat­ziert über zwei Auf­sto­ckun­gen 740 Mio. Fr.

Als letz­te Ak­teu­rin am Pri­mär­markt im Fe­bru­ar nimmt die Pfand­brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te am Di­ens­tag in zwei Tran­chen 740 Mio. Fr. auf. Un­ter Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se, UBS und Raiff­ei­sen wur­den zwei Fäl­lig­kei­ten auf­ge­stockt: ¼% Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 625, 2016/2026, um 305 Mio. Fr. auf 930 Mio. so­wie ¼% Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 633, 2016/2038 um 435 Mio. auf 711 Mio. Bei Aus­ga­be­prei­sen von 101,668% bzw. 94,505% für den Lang­läu­fer er­ga- ben sich Ren­di­ten von 0,072% bzw. 0,522%. Die Ren­di­te­auf­schlä­ge (Spreads) be­tru­gen 8 bzw. 6 Ba­sis­punk­te über Swap.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen der Eid­ge­nos­sen­schaft wur­den am Di­ens­tag 602,15 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ein­ge­gan­gen wa­ren nach Mit­tei­lung der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank Ge­bo­te über 2,552 Mrd. Fr. Die Ren­di­te fiel mar­gi­nal auf –0,892% nach –0,89% in der Vor­wo­che.

Nach Er­kennt­nis­sen von Stan­dard & Poor’s (S&P) wer­de n die lo­ka­len und re­gio­na­len Ge­biets­kör­per­schaf­ten in Deutsch­land (LRG) ver­gleich­ba­re Ein­rich­tun- gen in Eu­ro­pa in Be­zug auf das Vo­lu­men der Fremd­ka­pi­tal­auf­nah­me auch in den kom­men­den Jah­ren in den Schat­ten stel­len. Al­ler­dings wer­den die Schul­den die­ses Sek­tors in Deutsch­land im Ge­gen­satz zur Schweiz ins­ge­samt leicht sin­ken. S&P schätzt, dass deut­sche LRG im lau­fen­den Jahr 127 Mrd. € auf­neh­men wer­den. Da­mit wür­de sich de­ren Ge­samt­ver­schul­dung (ein­schliess­lich Bad Banks un­ter Staats­ga­ran­tie) leicht auf 745 Mrd. € re­du­zie­ren ge­gen­über schät­zungs­wei­se 748 Mrd. im Vor­jahr. Auch in den kom­men­den Jah­ren dürf­ten mehr Schul­den ge­tilgt als neu auf­ge­nom­men wer- den. Nord­rhein-West­fa­len, das be­völ­ke­rungs­reichs­te Bun­des­land, blei­be Europas gröss­ter öf­fent­li­cher Schuld­ner un­ter­halb der na­tio­nal­staat­li­chen Ebe­ne (Sub­na­tio­nal Go­vern­ment Bor­ro­wer).

In Ös­ter­reich wird nach An­sicht von S&P der Schul­den­berg der lo­ka­len und re­gio­na­len Ge­biets­kör­per­schaf­ten in den nächs­ten Jah­ren kaum wach­sen. Die Ver­schul­dung ös­ter­rei­chi­scher LRG setzt S&P im lau­fen­den Jahr mit knapp 4,5 Mrd. € an nach ge­schätz­ten 4,49 Mrd. 2016. 2018 sol­len es dem­nach nur noch 3,9 Mrd. € sein.

In der Schweiz sieht S&P stei­gen­den Fremd­mit­tel­be­darf bei den Kan­to­nen – auf­grund stei­gen­der Kos­ten im Ge­sund­heits­we­sen und des So­zi­al­sys­tems. S&P setzt die Brut­to-Mit­tel­auf­nah­me von Städ­ten und Kan­to­nen für 2017 mit 18,9 Mrd. € (20,1 Mrd. Fr.) an. Dies ent­sprä­che ei­ner Net­to-Neu­ver­schul­dung von 2,9 Mrd. Fr. 2016 wa­ren es nach S&P brut­to knapp 18,5 Mrd. Fr., 2018 soll­ten es 19,9 Mrd. Fr. wer­den.

Im Fe­bru­ar ist das Kof-Kon­junk­tur­ba­ro­me­ter für die Schweiz ge­gen­über dem Vor­mo­nat um 5,2 Punk­te auf 107,2 «deut­lich über sein lang­fris­ti­ges Mit­tel» ge­stie­gen, teilt die Kon­junk­tur­for­schungs­stel­le (Kof) der ETH Zü­rich mit. Die­ses Ni­veau hat­te es zu­letzt En­de 2013 an­ge­zeigt. «Der Auf­wer­tungs­schock von An­fang 2015 scheint so­mit ge­samt­wirt­schaft­lich über­wun­den zu sein», stellt die Kof fest. Die stärks­ten po­si­ti­ven Ba­ro­me­ter­bei­trä­ge stamm­ten aus der In­dus­trie.

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