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Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - RO­NALD WILDMANN

jahr an Re­kord­jahr», sagt Leh­mann. Po­si­tiv über­rascht hat ihn auch Ge­org Fi­scher. «Das In­dus­trie­un­ter­neh­men ist nicht mehr so zy­klisch, und die ge­stie­ge­ne Pro­fi­ta­bi­li­tät ist auf das Pi­ping-Ge­schäft zu­rück­zu­füh­ren», sagt der Fonds­ma­na­ger.

Ein er­freu­li­ches Re­sul­tat hat auch der Bau­zu­lie­fe­rer Ar­bo­nia ab­ge­lie­fert. «Die Bau­kon­junk­tur in Deutsch­land läuft er­staun­lich gut. Da­von pro­fi­tie­ren Zu­lie­fe­rer wie Ar­bo­nia», sagt Ro­land Wildmann, Lei­ter Re­se­arch von Re­se­arch Part­ners. Die­ser po­si­ti­ve Ein­fluss dürf­te noch ei­ni­ge Quar­ta­le an­hal­ten, da der Gross­teil der Bran­che an der Ka­pa­zi­täts­gren­ze ope­riert und dar­um die Auf­trä­ge in die fol­gen­den Quar­ta­le ver­schie­ben kann.

«Bei den klei­nen Nah­rungs­mit­tel­her­stel­lern ist die Ent­wick­lung im zwei­ten Halb­jahr teils be­sorg­nis­er­re­gend», ur­teilt Wildmann. Die Bran­che kämpft mit schwa­cher Nach­fra­ge und ho­hen Roh­stoff­kos­ten. Wer am meis­ten ent­täuscht hat, dar­über sind sich die Ex­per­ten ei­nig: Leon­teq. Der De­ri­vat­spe­zia­list hat ei­nen Ge­winn­ein­bruch von 75% ver­bucht, und auch der Aus­blick für 2017 ist trost­los. Den­noch zie­hen die Markt­be­ob­ach­ter zur Ab­schluss­sai­son ins­ge­samt ei­ne ten­den­zi­ell po­si­ti­ve Zwi­schen­bi­lanz. «Es gab bis­her mehr Über­ra­schun­gen als Ent­täu­schun­gen», ur­teilt Wildmann.

Trump als Dau­er­bren­ner

2017 dürf­te noch bes­ser wer­den. Laut Fonds­ma­na­ger Urs Beck ist der Aus­blick der Un­ter­neh­men «op­ti­mis­ti­scher ge­wor­den». In den Pro­gno­sen für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr do­mi­niert ein The­ma: der neue ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent Do­nald J. Trump. «We­gen ihm gibt es viel Un­si­cher­heit», ur­teilt Spi­lio­pou­los von Von­to­bel. Un­klar­hei­ten gibt es be­son­ders bei Han­dels­fra­gen und der ge­plan­ten Steu­er­an­pas­sun­gen. Auch für Wildmann do­mi­nie­ren ex­ter­ne The­men den Aus­blick. «Da­zu ge­hö­ren aus­ser der ame­ri­ka­ni­schen Politik auch die an­ste­hen­den Zins­er­hö­hun­gen», sagt er. Auf der Kos­ten­sei­te ha­ben die Un­ter­neh­men ih­re Haus­auf­ga­ben ge­macht. Die Kos­ten­op­ti­mie­rung ist zu ei­ner kon­ti­nu­ier­li­chen Auf­ga­be ge­wor­den.

Für das lau­fen­de Jahr rech­net Spi­lio­pou­los mit ei­nem Ge­winn­wachs­tum von 13% für den Ge­samt­markt. Zu Jah­res­be­ginn war Von­to­bel gar noch op­ti­mis­ti­scher und er­war­te­te 19%. Auf­grund der Bei den Schwei­zer Lar­ge Caps hat es we­der grosse Über­ra­schun­gen noch Ent­täu­schun­gen ge­ge­ben. Die meis­ten Über­ra­schun­gen gab es bei Small und Mid Caps. Sie ha­ben bes­ser ab­ge­schnit­ten als Lar­ge Caps. Trotz po­li­ti­scher Ri­si­ken sind Un­ter­neh­men op­ti­mis­ti­scher ge­wor­den. Die Ge­win­ne dürf­ten 2017 zu­le­gen.

«Ex­ter­ne Fak­to­ren do­mi­nie­ren den Aus­blick: die an­ste­hen­den Zins­er­hö­hun­gen so­wie die US-Politik.»

Lei­ter Re­se­arch, Re­se­arch Part­ners Jah­res­ab­schlüs­se wur­de das Ge­winn­wachs­tum nun re­du­ziert. «Der Haupt­grund für die Re­vi­si­on sind Lar­ge Caps», sagt Spi­lio­pou­los. Bei den Small und Mid Caps ha­be es kei­ne gros­sen An­pas­sun­gen ge­ge­ben. Die Aus­sich­ten für Schwei­zer Ak­ti­en sind al­so wie­der bes­ser ge­wor­den.

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