Öl­preis kommt nicht vom Fleck

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - CHRISTOPH BURKHALTER

Der mit Span­nung er­war­te­te Auf­tritt Do­nald Trumps vor dem Kon­gress hat die nach wie vor op­ti­mis­ti­schen Ak­ti­en­an­le­ger zum Kauf be­wo­gen. Das führ­te an den USBör­sen zu neu­en Höchst­kur­sen. Aus­ser Emo­tio­nen und we­ni­ger Pro­vo­ka­ti­on hat Trumps Re­de aber kaum Neu­es zu­ta­ge ge­för­dert, auch kei­ne De­tails zur künf­ti­gen Ener­gie­po­li­tik. So­mit gab es von die­ser Sei­te kei­ne Im­pul­se für den Roh­öl­markt. Dort kom­men die Prei­se be­reits seit Jah­res­be­ginn kaum vom Fleck. Am Freitag kos­te­te ein Fass der Sor­te Brent gut 55 $ und da­mit et­was we­ni­ger als An­fang Ja­nu­ar. Wie bei den Edel­me­tal­len stel­len Dis­kus­sio­nen über ei­ne straf­fe­re US-Geld­po­li­tik ei­ne Be­las­tung dar.

Für Un­be­ha­gen un­ter den im­mer un­ge­dul­di­ge­ren Händ­lern sor­gen auch die re­kord­ho­hen La­ger­be­stän­de in den USA. Ge­mäss der Ener­gie­be­hör­de EIA be­lau­fen sie sich in­klu­si­ve der stra­te­gi­schen Re­ser­ven auf über 520 Mio. Fass Roh­öl. Wäh­rend Sau­di-Ara­bi­en die ver­ein­bar­ten För­der­kür­zun­gen ein­hält, soll Russ­land ge­mäss ei­ner Reuters-Mel­dung im Feb- ru­ar die Pro­duk­ti­on um nur 100 000 statt wie ver­ein­bart 300 000 Fass re­du­ziert ha­ben.

Tiefst­prei­se wie zu­letzt An­fang 2016 wer­den die Pro­du­zen­ten­län­der um Sau­di-Ara­bi­en mit al­len Mit­teln ver­hin­dern wol­len und die Märk­te ent­spre­chend im Au­ge be­hal­ten. Nichts­des­to­trotz er­scheint der Roh­öl­markt der­zeit in ei­ner so fra­gi­len Ver­fas­sung, dass ei­ne be­vor­ste­hen­de Kor­rek­tur­pha­se ein­kal­ku­liert wer­den muss.

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