Zins­er­war­tun­gen be­las­ten Gold­preis

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - UNI­ON BANCAIRE PRIVÉE ( UBP)

Der Gold­preis stand in den ver­gan­ge­nen Ta­gen un­ter Druck. Ei­ne Un­ze des Edel­me­talls kos­te­te am Di­ens­tag­nach­mit­tag noch 1221 $ und da­mit gut 2% we­ni­ger als in der Vor­wo­che.

Be­las­tend wirk­te die schär­fe­re Ton­art der US-No­ten­bank. Gleich meh­re­re Mit­glie­der des Feds spra­chen sich für ei­ne geld­po­li­ti­sche Straf­fung aus. Auch die Fe­dChe­fin Ja­net Yel­len gab an­läss­lich ih­rer Re­de im Chi­ca­go Exe­cu­ti­ves‘ Club ein über­deut­li­ches Si­gnal für den nächs­ten Zins­schritt an der Sit­zung des Of­fen­markt­aus­schus- ses vom 15. März. Die Märk­te ha­ben die­se Wahr­schein­lich­keit nun prak­tisch voll ein­ge­preist.

Be­reits die Re­de von US-Prä­si­dent Do­nald Trump vor dem Kon­gress am 28. Fe­bru­ar hat­te den Gold­preis be­las­tet. Die Wor­te wur­de an den Märk­ten ins­ge­samt gut auf­ge­nom­men, ob­wohl er kei­ne Ein­zel­hei­ten zur ver­spro­che­nen Steu­er­po­li­tik of­fen­bar­te. So­wohl der Dol­lar als auch die An­lei­he­ren­di­ten pro­fi­tier­ten.

Das Ri­si­ko-Er­trags-Pro­fil von Gold wird zu­neh­mend at­trak­ti­ver. Grund da­für ist vor al­lem Trumps un­kon­ven­tio­nel­le Po­li­tik. Eben­so wich­ti­ge Kom­pen­en­te ist die Un­si­cher­heit mit Blick auf den Br­ex­it und die an­ste­hen­den Wah­len in Frankreich, Deutsch­land und den Nie­der­lan­den. Oh­ne geo­po­li­ti­sche Pro­ble­me wird sich Gold in ei­ner Preis­span­ne von 1100 bis 1300 $ je Un­ze be­we­gen. Die ro­bus­te US-Wirt­schaft und die kon­se­quen­te Hal­tung des Fed in Be­zug auf sei­ne Geld­po­li­tik wer­den als wich­tigs­te An­trie­be für den Gold­preis fun­gie­ren.

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