Bund stockt dop­pelt auf

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die GMBF-Ren­di­te sinkt zwar, die ZKB rech­net aber mit stei­gen­den Zins­er­war­tun­gen.

Der Bund will auf sei­ner März-Auk­ti­on am Mitt­woch zwei Bonds auf­sto­cken: 11⁄ Bun­des­an­lei­he 2014/2026 (Va­lor 34 495 842 nach Li­be­rie­rung fun­gi­bel mit 22 439 698) so­wie 2¼% Bun­des­an­lei­he 2011/2031 (34 495 843, fun­gi­bel mit 12 718 102). Die Be­trä­ge wer­den an­hand der Ge­bo­te fest­ge­legt. Li­be­rie­rung ist am 22. März. Es wer­den March­zin­sen für 294 Ta­ge (für den 2026 fäl­li­gen Bond) bzw. für 270 Ta­ge ge­zahlt. Ei­gen­tran­chen sind nicht vor­ge­se­hen. An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen wur­den am Di­ens­tag 633,4 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ge­mäss SNB gin­gen Ge­bo­te über 2,998 Mrd. Fr. ein. Die Ren­di­te fiel auf –0,9%, nach –0,892% in der Vor­wo­che.

Die Cre­dit Suis­se (CS) be­ab­sich­tigt die Emis­si­on ei­ner «ewi­gen» An­lei­he (Per­pe­tu­al) mit Ei­gen­ka­pi­tal­cha­rak­ter, die zur Ver­lust­min­de­rung her­an­ge­zo­gen wer­den kann ( Tier 1 con­ti­gent wri­te down Ca­pi­tal No­tes). Da­zu sei­en In­ves­to­ren­prä­sen­ta­tio­nen in der Schweiz am 14. März ge­plant, teilt die Bank mit.

An­hal­tend gu­te Kon­junk­tur­da­ten so­wie die Aus­sa­gen füh­ren- der Ver­tre­ter der US-No­ten­bank (Fed), dar­un­ter Che­fin Ja­net Yel­len, ha­ben die Er­war­tun­gen für ei­ne Leit­zins­er­hö­hung in den USA an der nächs­ten Fed-Sit­zung am 15. März «stark be­feu­ert», schreibt die Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB). Die Wahr­schein­lich­keit ei­ner Zins­an­he­bung um 25 Ba­sis­punk­te sei in ei­ner Wo­che von 50% auf fast 100% ge­stie­gen. Gleich­zei­tig hät­ten sich die US-Ren­di­ten deut­lich er­höht und auch je­ne der deut­schen und Schwei­zer Bun­des­an­lei­hen mit­ge­zo­gen – wenn auch in ge­rin­ge­rem Aus­mass.

«Die Aus­sicht auf ei­nen USZins­schritt lässt auch bei uns die Ren­di­te­er­war­tun­gen stei­gen , kon­sta­tiert die ZKB. Mit­tel­fris­tig dürf­te es aber vor al­lem bei den US-Ren­di­ten auf­wärts ge­hen, wäh­rend das Auf­wärts­po­ten­zi­al bei der Bund­ren­di­te durch die po­li­ti­sche Un­si­cher­heit in Eu­ro­pa und die Fort­füh­rung der Wert­pa­pier­käu­fe durch die EZB be­schränkt blei­be.

Im­mo­bi­li­en ste­hen in der Gunst der An­le­ger nach wie vor weit oben, schreibt die CS in ih­rer jüngs­ten Bran­chen­stu­die. Der Run auf das «Be­ton­gold» zei­ge sich im an­hal­ten­den Boom des Miet­woh­nungs­baus, im stei­gen­den Im­mo­bi­li­en­an­teil in­sti­tu­tio­nel­ler Port­fo­li­os und in der gu­ten Per­for­mance von Im­mo­bi­li­en­an­la­gen 2016. Je län­ger der Run je­doch daue­re, des­to stär­ker un­ter­gra­be er sein ei­ge­nes Fun­da­ment, weil die Leer­stän­de stei­gen und die Miet­erträ­ge un­ter Druck ge­ra­ten. Der Schwei­zer Miet­woh­nungs­markt steu­ert «un­ge­bremst in den Ab­schwung», warnt die CS. Un­ge­ach­tet wach­sen­der Leer­stän­de wer­de wei­ter in Schwei­zer Im­mo­bi­li­en in­ves­tiert. Laut CS wer­den die Leer­stän­de von Miet­woh­nun­gen «un­wei­ger­lich wei­ter­wach­sen». Denn die Ne­ga­tiv­zin­sen «sor­gen für ho­he Ren­di­te­dif­fe­ren­zen zu An­la­ge­al­ter­na­ti­ven», heisst es wei­ter.

2017 dürf­ten trotz sin­ken­der Mie­ten die Prei­se von Mehr­fa­mi­li­en­bau­ten noch­mals stei­gen. Die Prei­se von Wohn­ei­gen­tum stei­gen laut CS da­ge­gen nicht mehr. Im vier­ten Quar­tal 2016 sei «ei­ne 14-jäh­ri­ge Ära des Preis­wachs­tums zu En­de ge­gan­gen».

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