Zug Esta­tes er­war­tet Zwi­schen­jahr

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Das Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men Zug Esta­tes durch­läuft ei­ne Pha­se der Kon­so­li­die­rung. Stei­gen­de Miet­ein­nah­men und ein hö­he­rer Ge­winn vor Neu­be­wer­tung wer­den zwar be­reits im lau­fen­den Jahr er­war­tet, ei­ne deut­li­che Er­trags­stei­ge­rung aber erst für 2018. «Die Wachs­tums­schrit­te ver­lan­gen vo­r­erst ei­nen Aus­bau der Or­ga­ni­sa­ti­on, und das kos­tet», sagt CEO To­bi­as Acher­mann zur kurz­fris­ti­gen Ent­wick­lung.

Der Aus­bau des Su­ur­stof­fi-Are­als in Rot­kreuz sieht ab 2018 Soll­mie­ten in der Grös­sen­ord­nung von 6 Mio. Fr. vor. Zum Ver­gleich: 2016 er­reich­te der ge­sam­te Lie­gen­schaf­ten­er­trag der Grup­pe 40,1 Mio. Fr. (vgl. Ta­bel­le). Als Mie­ter konn­ten die Carsha­ring-An­bie­te­rin Mo­bi­li­ty und das Bio­tech-Un­ter­neh­men Am­gen ge­won­nen wer­den. Be­reits die­ses Jahr wird die Hoch­schu­le Luzern erst­mals für zwölf Mo­na­te Mie­te zah­len, auch ge­hen ers­te Flä­chen der drit­ten Bau­etap­pe an die Mie­ter über, was den Er­trag stei­gert.

Fi­nan­zie­rung ist ge­si­chert

Ins­ge­samt hat Zug Esta­tes in Rot­kreuz Pro­jek­te von 440 Mio. Fr. im Bau oder in Pla­nung. «Die Ver­mark­tung läuft gut», sagt Acher­mann. 70% der kom­mer­zi­el­len Flä­chen sei­en ver­mie­tet. Auch für die Ver­mie­tung der 152 Woh­nun­gen ist der CEO zu­ver­sicht­lich. Ers­te Beur­kun­dun­gen gab es zu­dem für Ei­gen­tums­woh­nun­gen im Gar­ten­hoch­haus Agla­ya, das An­fang 2019 be­zo­gen wird. Für ein Vier­tel des An­ge­bots lie­gen zu­dem Re­ser­va­tio­nen vor. Die Über­tra­gung der Woh­nun­gen wird 2019 ei­nen nam­haf­ten ein­ma­li­gen Ver­kaufs­er­folg brin­gen.

Die Fi­nan­zie­rung der Pro­jek­te ist ge­si­chert. Die Ei­gen­ka­pi­tal­de­cke ist mit 61,2% der Bi­lanz­sum­me so­li­de. Zu­dem wur­de ei­ne bis 2022 lau­fen­de An­lei­he über 100 Mio. Fr. auf­ge­legt.

Hö­he­re Di­vi­den­de

Im Ge­schäfts­jahr 2016 ging der Be­triebs­er­trag trotz der hö­he­ren Miet­ein­nah­men leicht zu­rück, da das Seg­ment Ho­tel & Gas­tro­no­mie schwä­cher ab­schnitt. Die Leer­stand­quo­te nahm von 5,4 auf 1,8% ab. Die Neu­be­wer­tung des Lie­gen­schaf­ten­port­fo­li­os im Wert von 1174 Mio. Fr. brach­te noch ei­nen Neu­be­wer­tungs­er­folg von gut 28 (i. V. 50) Mio. Fr. Der Rück­gang dürf­te sich fort­set­zen, schätzt Acher­mann mit Blick auf die schwä­che­re Markt­dy­na­mik. Das wird den Grup­pen­ge­winn noch­mals schmä­lern. Vor Neu­be­wer­tung wird aber ein Er­geb­nis über Vor­jahr vor­her­ge­sagt.

Die auf die­ser Stu­fe er­freu­li­che Ent­wick­lung er­mög­licht es Zug Esta­tes, ge­mäss re­vi­dier­ter Aus­schüt­tungs­po­li­tik die Di­vi­den­de von 20.50 auf 23 Fr. zu er­hö­hen. Die Ren­di­te ist mit 1,4% aber be­schei­den. Am Frei­tag no­tier­ten die Ak­ti­en we­nig ver­än­dert. Der Kurs liegt nach den Avan­cen im ver­gan­ge­nen Jahr na­he dem in­ne­ren Wert von 1683 Fr.

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