Mon­de­lez im Dop­pel­pack

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die pol­ni­sche Com­merz­bank-Toch­ter mBank nimmt 200 Mio. Fr. auf.

Mit ei­ner Dop­peltran­che über 350 Mio. Fr. be­gann am Mon­tag die Ge­schäfts­wo­che am Pri­mär­markt. Cre­dit Suis­se (CS) und Deut­sche Bank be­glei­te­ten Mon­de­lez In­ter­na­tio­nal 2017/2020 über 225 Mio. Fr. und 0,617% Mon­de­lez In­ter­na­tio­nal 2017/2024 über 125 Mio. Fr. Die Aus­ga­be­prei­se be­tru­gen je­weils 100%, die Ren­di­te­auf­schlä­ge (Spreads) la­gen bei 55,5 Ba­sis­punk­ten (Bp) über SwapMit­te für den drei­jäh­ri­gen Bond und bei 60 Bp für die am 30. Sep­tem­ber 2024 fäl­li­ge An­lei­he.

Be­glei­tet von UBS, CS und Com­merz­bank kam am Di­ens­tag 1,005% mBank Fi­nan­ce 2017/2023 über 200 Mio. Fr. an den Markt. Der Bond der pol­ni­schen Com­merz­bank-Toch­ter er­ziel­te ei­nen Aus­ga­be­preis von 100% und wur­de mit ei­nem Spre­ad von 115 Bp über Swap-Mit­te ge­preist.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen wur­den am Di­ens­tag 516,2 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab Ge­bo­te über 3,146 Mrd. Fr. Die Ren­di­te fiel auf –0,904% nach –0,9%. S&P er­höht die Bo­ni­tät von Glen­co­re von BBB– auf BBB. Der Aus­blick bleibt po­si­tiv. Moo­dy’s streicht La­far­geHol­cim (Baa2) aus der Be­ob­ach­tungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen, be­lässt aber den Aus­blick ne­ga­tiv.

Die Hoch­dorf Hol­ding emit­tiert un­ter der Fe­der­füh­rung der Neu­en Hel­ve­ti­schen Bank ei­ne drei­jäh­ri­ge Pflicht­wan­del­an­lei­he über 218,5 Mio. Fr. Der Cou­pon von 31⁄ 2% teilt sich in ei­ne Op­ti­ons­prä­mi­en- und ei­ne Zins­kom­po­nen­te von je 13⁄ 4%. Laut Hoch­dorf wer­den bis zu 131 Mio. Fr. für die Mehr­heits­über­nah­me des Schwei­zer Ba­by­nah­rungs­her­stel­lers Phar­ma­lys ver­wen­det. Die rest­li­chen 87,5 Mio. Fr. die­nen «all­ge­mei­nen Fi­nan­zie­rungs­zwe­cken». Die Trend­wen­de in der glo- ba­len Geld­po­li­tik wird im­mer kla­rer, stellt die Bant­le­on Bank fest. Den ers­ten Schritt ha­be die USNo­ten­bank (Fed) En­de 2015 ge­tan. Die Bank von Ja­pan ha­be im Herbst 2016 nach­ge­legt mit der Op­ti­on, die An­lei­hen­käu­fe fle­xi­bel nach un­ten an­zu­pas­sen. Im De­zem­ber ha­be die EZB an­ge­kün­digt, die mo­nat­li­chen Wert­pa­pier­käu­fe ab April von 80 auf 60 Mrd. € zu sen­ken. Schliess­lich ha­be es En­de 2016 dann die zwei­te Fe­dLeit­zins­an­he­bung ge­ge­ben, der sehr wahr­schein­lich am Mitt­woch­abend die drit­te folgt. «All dies wur­de mög­lich, weil die po­li­ti­schen Stör­feu­er (Br­ex­it, Trum­pWahl) bes­ser ver­daut wur­den als er­war­tet und die Welt­wirt­schaft im zwei­ten Halb­jahr 2016 so­gar in ei­nen zy­kli­schen Auf­wärts­trend ein­schwenk­te», so Bant­le­on.

Of­fi­zi­ell hal­te zwar die EZB an ih­rer Nei­gung zu noch ex­pan­si­ve­ren Mass­nah­men fest. EZB-Chef Ma­rio Draghi ha­be je­doch durch­bli­cken las­sen, dass die Dis­kus­si­on um ei­ne we­ni­ger sti­mu­lie­ren­de Geld­po­li­tik be­reits in vol­lem Gan­ge sei. Soll­ten die Wah­len in den Nie­der­lan­den und Frank­reich glimpf­lich aus­ge­hen und der Auf­schwung an­hal­ten, dürf­ten an den An­lei­hen­märk­ten «zu­sätz­li­che dunk­le Wol­ken» auf­zie­hen.

In der Eu­ro­zo­ne wer­de in­zwi­schen ei­ne ers­te Leit­zins­an­he­bung Mit­te 2018 (um 20 Bp) er­war­tet. «Die­se Spe­ku­la­tio­nen wer­den in den nächs­ten Wo­chen nach vor­ne wan­dern», er­war­tet Bant­le­on und rech­net «kurz­fris­tig mit stei­gen­den Ren­di­ten».

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