An­le­ger sind ent­täuscht von Te­can-Zah­len

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - KUE

Der La­bo­raus­rüs­ter Te­can spürt in sei­nem Ge­winn die Aus­wir­kung der Über­nah­me der Si­as-Grup­pe aus dem Jahr 2015. De­ren Zah­len hat das Ma­nage­ment nun voll­stän­dig in den Ge­schäfts­zah­len 2016 be­rück­sich­tigt. Die Zei­chen ste­hen aber wei­ter­hin auf Ex­pan­si­on, durch wei­te­re Zu­käu­fe und or­ga­ni­sches Wachs­tum. Zu­gleich soll sich die­ses Jahr die Ren­ta­bi­li­tät wie­der ver­bes­sern.

Die ge­mel­de­ten 506,2 Mio. Fr. Um­satz be­deu­ten ein Plus von 15% oder 13,5% in kon­stan­ten Wech­sel­kur­sen. Im Durch­schnitt hat­ten die Ana­lys­ten ge­mäss der Nach­rich­ten­agen­tur AWP je­doch et­was mehr er­war­tet. Auch der Rein­ge­winn ent­täusch­te die An­le­ger, die Ak­ti­en ge­rie­ten un­ter Druck.

Im Ge­winn vor Zin­sen, Steu­ern, Ab­schrei­bun­gen und Amor­ti­sa­ti­on (Ebit­da) schlu­gen sich die Kos­ten der Über­nah­me von Si­as so­wie SPE­wa­re (im ver­gan­ge­nen Jahr) nie­der. Die Ebit­daMar­ge sank von 18,9 auf 17,6%. Oh­ne die In­te­gra­ti­ons­kos­ten hät­te sie aber 19,5% er­reicht, was ge­nau dem Un­ter­neh­mens­ziel ent­spricht. Ge­nau hier setzt nun das Ma­nage­ment an, in­dem es im Aus­blick für 2017 ver­spricht, dass die Mar­ge von den tat­säch­li­chen 17,6% auf min­des­tens 18% stei­gen soll­te.

In den Ge­schäfts­be­rei­chen war die Ent­wick­lung durch­zo­gen. Im End­kun­den­ge­schäft (Li­fe Sci­en­ces Bu­si­ness) sta­gnier­te der Be­triebs­ge­winn Ebit bei 45,7 Mio. Fr., wäh­rend der Um­satz um 10,7% auf 280,2 Mio Fr. zu­leg­te. Im Ge­schäfts­zweig Part­ne­ring Bu­si­ness, bei dem Te­can-Pro­duk­te un­ter an­de­rer Mar­ke ver­kauft wer­den, trug die Si­asÜber­nah­me wie­der­um zum An­stieg des Um­sat­zes um 21% auf 226 Mio. Fr. bei. In Chi­na stei­ger­te Te­can über bei­de Ge­schäfts­zwei­ge hin­weg den Um­satz kräf­tig um 50% auf fast 50 Mio. Fr. – al­so fast ein Zehn­tel des Ge­samt­um­sat­zes.

Un­ter dem Strich sank der Ge­winn 4,6% auf 54,5 Mio. Fr., wo­bei Kos­ten für Wäh­rungs­ab­si­che­run­gen so­wie ei­ne hö­he­re Steu­er­be­las­tung durch­schlu­gen. Die Di­vi­den­de soll den­noch sta­bi­le 1.75 Fr. je Ak­tie be­tra­gen. Das Un­ter­neh­men ist reich­lich mit Bar­mit­teln aus­ge­stat­tet, die 2016 um ein Fünf­tel auf 242,3 Mio. Fr. ge­stie­gen sind – ei­ne gu­te Vor­aus­set­zung, um wei­ter­hin über Ak­qui­si­tio­nen zu wach­sen.

Zu­dem hat Te­can neue Ent­wick­lungs­ver­ein­ba­run­gen un­ter­zeich­net, was das Wachs­tum an­trei­ben wird. Die­ses Jahr soll der Um­satz min­des­tens 6% stei­gen. Po­si­ti­ve Über­ra­schun­gen sind der­zeit aber nicht in Sicht, An­le­ger wer­den ih­re Er­war­tun­gen für die nächs­ten Jah­re wohl et­was zu­rück­neh­men.

«Fi­nanz und Wirt­schaft» senkt die Ge­winn­schät­zung für 2017 von 6.28 auf 5.60 Fr. je Ak­tie. Das ent­spricht ei­nem statt­li­chen Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 28. Trotz Kurs­rück­set­zer am Mitt­woch soll­ten An­le­ger war­ten, ob Te­can die Pro­fi­ta­bi­li­tät nach­hal­tig ver­bes­sern kann.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.