Die Pro­fis

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Das US-For­schungs­in­sti­tut In­ves­tors’ In­tel­li­gence er­mit­telt seit 1963 die Stim­mung un­ter un­ab­hän­gi­gen An­la­ge­be­ra­tern. Da­für durch­kämmt das Un­ter­neh­men je­de Wo­che über hun­dert Markt­be­rich­te, um die Markt­ein­schät­zung der je­wei­li­gen Au­to­ren her­aus­zu­fil­tern. Er­fah­rungs­ge­mäss sind rund 45% der Pro­fis bul­lish, 35% be­a­rish und die rest­li­chen 20% neu­tral.

In der Re­gel sind Ex­trem­wer­te auf­schluss­reich: Über­wie­gen die po­si­ti­ven Ein­schät­zun­gen si­gni­fi­kant, soll­ten Warn­lam­pen auf­leuch­ten. Do­mi­niert hin­ge­gen ei­ne ne­ga­ti­ve Markt­er­war­tung, könn­te das ei­ne Trend­wen­de zum Bes­se­ren an­zei­gen. Die Über­le­gung da­hin­ter ist sim­pel: Er­war­tet die Mehr­heit der An­la­ge­be­ra­ter ei­nen stei­gen­den Ak­ti­en­markt, darf da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass sie und ih­re Kun­den ent­spre­chend po­si­tio­niert sind. Je mehr Be­ra­ter be­reits po­si­tiv sind, des­to schwie­ri­ger dürf­te es sein, zu­sätz­li­che Käu­fer zu fin­den.

Sind die An­la­ge­be­ra­ter je­doch mehr­heit­lich pes­si­mis­tisch und ha­ben sie sich vom Markt ver­ab­schie­det, nimmt der Ver­kaufs­druck ab, was den Bo­den für die nächs­te Hausse be­rei­tet. Ge­mäss In­ves­tors’ In­tel­li­gence ist der An­teil der Bul­len An­fang März auf den höchs­ten Stand seit dreis­sig Jah­ren ge­stie­gen.

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