Vix-In­dex

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Ein po­pu­lä­res Mass zur Er­mitt­lung der An­le­ger­stim­mung ist die im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät. Im­pli­zit des­halb, weil die er­war­te­te Schwan­kungs­brei­te an den Bör­sen nicht di­rekt be­ob­acht­bar ist, son­dern aus Op­ti­ons­prei­sen ab­ge­lei­tet wird. Der von der Chi­ca­go Bo­ard Op­ti­ons Ex­ch­an­ge er­mit­tel­te Vix-In­dex ist der wohl be­kann­tes­te Vo­la­ti­li­täts­in­dex. Der auch als «Angst­ba­ro­me­ter» be­kann­te Vix spie­gelt die er­war­te­ten Schwan­kun­gen über die nächs­ten dreis­sig Ta­ge, die aus Op­tio­nen auf die im S&P 500 ent­hal­te­nen Ak­ti­en er­mit­telt wird. Ein ho­her Wert drückt aus, dass die In­ves­to­ren mit stär­ke­ren Schwan­kun­gen rech­nen, wäh­rend ein nied­ri­ger Wert Sorg­lo­sig­keit si­gna­li­siert. Au­gen­fäl­lig ist die ge­gen­läu­fi­ge Be­we­gung zwi­schen S&P 500 und Vix: Üb­li­cher­wei­se schiesst der Vix in tur­bu­len­ten Zei­ten in die Hö­he, wäh­rend ein stei­gen­der Ak­ti­en­markt in der Re­gel mit ei­nem nied­ri­gen Vix ein­her­geht. Seit Be­ginn der Da­ten­rei­he im Ja­nu­ar 1990 be­trug der Durch­schnitt für den Vix et­wa 20. Im Hö­he­punkt der Fi­nanz­kri­se En­de 2008 er­reich­te das Ba­ro­me­ter ei­nen neu­en Re­kord von über 80. Seit­her hat es sich wie­der nor­ma­li­siert und schwankt seit 2012 mehr­heit­lich zwi­schen 10 und 20. Zu­letzt no­tier­te es am un­te­ren En­de sei­ner Han­dels­span­ne.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.