Di­vi­den­den-In­dex­fonds mit Schwä­chen

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Di­vi­den­den­stra­te­gi­en las­sen sich auch mit kos­ten­güns­ti­gen ko­tier­ten In­dex­fonds, den so­ge­nann­ten ETF (Ex­ch­an­ge Tra­ded Funds) um­set­zen. Doch in die­sem Fall gilt: Nicht al­les, was güns­tig ist, ist für den An­le­ger auch wirk­lich gut.

Für den bis­lang ein­zi­gen An­bie­ter ei­nes Schwei­zer Di­vi­den­den-ETF hat die Schwei­zer Bör­se vor knapp drei Jah­ren ei­nen Di­vi­den­den­in­dex ent­wor­fen – den SPI Select Di­vi­dend 20. Er be­steht aus zwan­zig Ti­teln, die ge­mäss der Bör­sen­be­trei­be­rin SIX Group aus je­nen Ak­ti­en mit der höchs­ten Di­vi­den­den­ren­di­te her­aus­ge­fil­tert wer­den. Wei­te­re Se­lek­ti­ons­kri­te­ri­en sind sta­bi­le Aus­schüt­tun­gen so­wie ei­ne so­li­de Fi­nan­zie­rung. Ein­mal im Jahr kann der In­dex an­ge­passt wer­den.

Seit der Lan­cie­rung En­de April 2014 ge­lang es dem Di­vi­den­den­in­dex je­doch nicht, sich von dem deut­lich be­kann­te­ren Swiss Per­for­mance In­dex (SPI) ab­zu­kop­peln. Das liegt haupt­säch­lich dar­an, dass auch im Di­vi­den­den­in­dex die Bör­sen­schwer­ge­wich­te Nest­lé, No­var­tis und Ro­che fast die Hälf­te der Kurs­ent­wick­lung be­stim­men. Zu­dem tru­gen ein­zel­ne Ti­tel wie der Lu­xus­gü­ter­her­stel­ler Ri­che­mont oder der Ver­mö­gens­ver­wal­ter GAM in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ne­ga­tiv zur Kur­sper­for­mance bei.

Dies spie­gelt sich auch in der Kurs­ent­wick­lung des Schwei­zer Di­vi­den­den-ETF. Seit der Lan­cie­rung hinkt er trotz mas­siv tie­fe­ren Kos­ten auch in Sa­chen Per­for­mance der ak­ti­ven Kon­kur­renz hin­ter­her.

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