Si­cher­heits­fra­gen

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Die Ak­tio­nä­re sind an­ge­hal­ten, ih­re Mei­nung an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zu äus­sern. Der ei­gent­li­che Ab­stim­mungs­pro­zess wird je­doch von den Un­ter­neh­men un­ter­schied­lich ge­hand­habt, und es gibt ei­ni­ges Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al. Oft ist er­heb­li­cher ad­mi­nis­tra­ti­ver Auf­wand nö­tig, da­mit die Ak­tio­nä­re die re­le­van­ten Do­ku­men­te oder die Lo­gin-Da­ten für die elek­tro­ni­sche Fern­ab­stim­mung er­hal­ten.

Ne­ben der Mög­lich­keit, dass der Stimm­rechts­ver­tre­ter den Ver­wal­tungs­rat vor­ab in­for­miert – was nicht im Sin­ne der Ak­tio­nä­re ist –, müs­sen in Zu­kunft auch Si­cher­heits­as­pek­te stär­ker be­rück­sich­tigt wer­den. We­der der Stimm­rechts­ver­tre­ter noch das Ak­ti­en­re­gis­ter ha­ben heu­te die Mög­lich­keit, die Un­ter­schrift ei­nes In­ves­tors auf Echtheit zu über­prü­fen. Im Ak­ti­en­re­gis­ter sind kei­ne per­so­na­li­sier­ten In­for­ma­tio­nen hin­ter­legt, die ei­ne ein­deu­ti­ge Iden­ti­täts­prü­fung er­lau­ben. Auch hät­ten Ma­ni­pu­la­tio­nen des Ab­stim­mungs­re­sul­tats durch Ha­cker­an­grif­fe schwer­wie­gen­de Fol­gen.

Mög­li­che Feh­ler­quel­len kön­nen fer­ner bei der De­pot­bank, beim Ak­ti­en­re­gis­ter, bei der IT-Schnitt­stel­le, beim On­li­neVo­ting-Pro­vi­der oder bei der Post lie­gen. Es ist nicht ga­ran­tiert, dass die In­struk­tio­nen an­ge­kom­men sind oder dass im Sinn des Ak­tio­närs ab­ge­stimmt wur­de.

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