Zur Per­son

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Micha­el Ha­sen­stab hat kein Pro­blem da­mit, Po­si­tio­nen ge­gen den Main­stream ein­zu­ge­hen. So be­steht die gröss­te Län­de­r­al­lo­ka­ti­on sei­nes Temp­le­ton Glo­bal Bond Fund mit über 22% aus me­xi­ka­ni­schen Staats­an­lei­hen – trotz dem Wert­ver­fall des me­xi­ka­ni­schen Pe­sos und den Sor­gen um ei­nen Han­dels­krieg mit den USA. Re­gel­mäs­sig wird der Ame­ri­ka­ner für sei­ne gros­sen Wet­ten auf ein­zel­ne Län­der kri­ti­siert. Et­wa als er wäh­rend der Eu­ro­kri­se iri­sche An­lei­hen kauf­te. Oder als er 2013 un­ge­fähr ein Drit­tel al­ler aus­ste­hen­den ukrai­ni­schen Staats­an­lei­hen er­warb.

Der 43-jäh­ri­ge Ha­sen­stab be­gann sei­ne Kar­rie­re 1995 bei Fran­klin Temp­le­ton als Kre­dit­ana­lyst. Elf Jah­re spä­ter wur­de er als bes­ter glo­ba­ler Fonds­ma­na­ger aus­ge­zeich­net. Sein An­lei­hen­fonds konn­te zwar im ver­gan­ge­nen Jahr den In­dex wie­der schla­gen. Doch zeit­wei­se muss­te er Rück­schlä­ge ein­ste­cken. Seit dem Hö­he­punkt im Jahr 2013 wur­den über 70 Mrd. $ aus sei­nen Fonds ab­ge­zo­gen. Ha­sen­stab stu­dier­te am Car­le­ton Col­le­ge in­ter­na­tio­na­le Be­zie­hun­gen und po­li­ti­sche Öko­no­mie. Sein Dok­to­rats­stu­di­um in Volks­wirt­schafts­leh­re ab­sol­vier­te er an der Aus­tra­li­an Na­tio­nal Uni­ver­si­ty in Can­ber­ra. Sein Bü­ro liegt im ka­li­for­ni­schen San Ma­teo.

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