Kern­teu­e­rung und die Schweiz

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Auch in der Schweiz ist die In­fla­ti­on zu­letzt ge­stie­gen. Erst­mals nach Jah­ren über­stei­gen die Kon­su­men­ten­prei­se das Vor­jah­res­ni­veau. Das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft rech­net da­mit, dass das Wirt­schafts­wachs­tum zwar auf 1,9% (2018) an­zieht, die Ge­samt­teue­rung trotz­dem ge­ring aus­fällt: 2017 wird sie durch­schnitt­lich 0,5% be­tra­gen und sich 2018 auf 0,3% ab­fla­chen.

Wie im Aus­land wird die Teue­rung von den Ener­gie­prei­sen be­stimmt. Für No­ten­ban­ken sind sol­che Preis­schwan­kun­gen nur re­le­vant, wenn sie dau­er­haf­te Spu­ren hin­ter­las­sen – bei­spiels­wei­se wenn teu­re­res Erd­öl zu deut­lich hö­he­ren Lohn­ab­schlüs­sen führt, die das Preis­ni­veau nach oben hie­ven (Zweit­run­den­ef­fek­te). Um sol­che Trends bes­ser zu er­ken­nen, wer­den vor­über­ge­hen­de Schwan­kun­gen her­aus­ge­fil­tert. Da­zu die­nen Kern­in­fla­ti­ons­in­di­zes. In­ter­na­tio­nal üb­lich ist, die Prei­se für Ener­gie so­wie fri­sche sai­so­na­le Pro­duk­te aus­zu­klam­mern (Kern­ra­te 1). Zu­sätz­lich wer­den auch ad­mi­nis­trier­te Prei­se aus­ge­schlos­sen (Kern- in­fla­ti­on 2). Die Na­tio­nal­bank be­rech­net dar­über hin­aus ei­nen In­dex, der al­le Kom­po­nen­ten mit Preis­schwan­kun­gen über 15% her­aus­rech­net (ge­trimm­te In­fla­ti­on). Für die Schweiz zei­gen die Kern­in­di­zes, dass die In­fla­ti­on wei­ter­hin an der Null­li­nie klebt.

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