In­ves­to­ren keh­ren an Gold­markt zu­rück

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GAH

Der Gold­preis no­tiert zum Wo­chen­auf­takt we­nig ver­än­dert. Ei­ne Un­ze des Edel­me­talls kos­tet et­was mehr als 1230 $. Die An­le­ger war­ten nach der Zins­er­hö­hung der US-No­ten­bank Fed auf neue Im­pul­se. Der zu­rück­hal­ten­de Kon­junk­tur­aus­blick von Fed-Che­fin Ja­net Yel­len gab der Gold-No­tie­rung ver­gan­ge­ne Wo­che Auf­trieb.

Vor dem Fed-Ent­scheid hat­ten die spe­ku­la­ti­ven In­ves­to­ren ih­re Po­si­tio­nen auf ei­nen stei­gen­den Preis (Net­to-Long) bei­na­he hal­biert und da­mit mass­geb­lich zum zwi­schen­zeit­li­chen Preis­rück­gang un­ter 1200 $ je Un­ze bei­ge­tra­gen. Die Aus­sicht auf stei­gen­de Zin­sen und ei­ne ver­schärf­te Gan­gart des Fed hat­te das Edel­me­tall in den Au­gen der In­ves­to­ren we­ni­ger at­trak­tiv ge­macht.

Doch mit ih­ren jüngs­ten Aus­sa­gen mach­te Yel­len klar, dass die Wäh­rungs­hü­ter an drei Zins­schrit­ten im lau­fen­den Jahr und drei wei­te­ren 2018 fest­hal­ten wer­den. Der­zeit ex­pan­die­re die Wirt­schaft in den USA zwar «mit re­spek­ta­blem Tem­po», hielt die No­ten­bank fest. In Be­zug auf das wirt­schaft­li­che Pro­gramm der neu­en US- Re­gie­rung be­ste­he aber noch «gros­se Un­si­cher­heit zu Ti­ming, Um­fang und Cha­rak­ter».

Das ver­an­lass­te die No­ten­bank, trotz der Teue­rung von mehr als 2% von ei­nem stei­le­ren Zins­pfad ab­zu­se­hen. Soll­te die In­fla­ti­on tat­säch­lich schnel­ler stei­gen als das Zins­ni­veau, wür­den die rea­len, sprich in­fla­ti­ons­be­rei­nig­ten Zin­sen so­mit un­ter null blei­ben. Das stützt den Gold­preis und dürf­te nach Ein­schät­zung der Ana­lys­ten von Com­merz­bank spe­ku­la­ti­ve An­le­ger zu­rück an den Gold­markt brin­gen.

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