So­no­va pro­du­ziert lie­ber in Chi­na

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Der Hör­ge­rä­te­her­stel­ler So­no­va er­wirt­schaf­tet gut ein Zehn­tel sei­nes Um­sat­zes im asia­tisch-pa­zi­fi­schen Raum. Kon­kre­te An­ga­ben zum in­di­schen Ge­schäft macht das Un­ter­neh­men nicht, be­zeich­net den Markt al­ler­dings als viel­ver­spre­chend. Als Pro­duk­ti­ons­stand­ort kam In­di­en da­ge­gen noch nie in­fra­ge. « So­no­va hat sich vor rund 15 Jah­ren be­wusst für Chi­na als Pro­duk­ti­ons­stand­ort in Asi­en ent­schie­den», sagt Un­ter­neh­mens­spre­cher Micha­el Ed­mond Isaac.

Chi­na sei nicht nur ein viel­ver­spre­chen­der Ab­satz­markt für das Un­ter­neh­men. Als Vor­teil sieht So­no­va auch die Qua­li­fi­ka­ti­on der Mit­ar­bei­ter vor Ort. Dort sei­en die Er­fah­run­gen für den Zu­sam­men­bau elek­tro­ni­scher Bau­tei­le am bes­ten ge­we­sen. «Hin­zu kommt die gu­te In­fra­struk­tur für den Ex­port in den Son­der­wirt­schafts­zo­nen, aus de­nen wir welt­weit lie­fern kön­nen», sagt Isaac wei­ter. Vor zehn Jah­ren sei zu­dem noch ei­ne Pro­duk­ti­on in Viet­nam auf­ge­baut wor­den. «Die Stär­ken In­di­ens lie­gen da­ge­gen eher in der Soft­ware­ent­wick­lung und in Di­enst­leis­tun­gen wie Call­cen­ter, die für uns aber nicht so re­le­vant sind.»

Gleich­wohl ge­hört bei So­no­va der in­di­sche Markt zur glo­ba­len Wachs­tums­stra­te­gie. Ak­tu­ell hat das Un­ter­neh­men Nie­der­las­sun­gen in ver­schie­de­nen in­di­schen Gross­städ­ten. «In den kom­men­den Jah­ren wer­den wir prü­fen, ob wir in wei­te­re Städ­te des Lan­des ex­pan­die­ren – ab­hän­gig vom Markt­wachs­tum in den grös­se­ren Städ­ten», heisst es. Be­son­ders möch­te So­no­va von den lan­des­weit mehr als 30 In­sti­tu­tio­nen pro­fi­tie­ren, die Au­dio­lo­gen und Hör­akus­ti­ker aus­bil­den. Das er­gibt mehr als 350 Ab­sol­ven­ten jähr­lich.

So­no­va er­war­tet, «dass sich mit der wach­sen­den Zahl neu­er Hör­akus­ti­ker auch die Zahl der Fach­ge­schäf­te für pro­fes­sio­nel­le au­dio­lo­gi­sche Di­enst­leis­tun­gen von der­zeit lan­des­weit nur rund 1500 deut­lich er­höht». Aus­ser­dem soll die­se Ent­wick­lung da­zu bei­tra­gen, Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten bei Hör­ver­lust durch Hör­ge­rä­te und Coch­lea-Im­plan­ta­te lan­des­weit bes­ser be­kannt zu ma­chen

In In­di­en sel­ber ver­läuft die Zu­las­sung der So­no­vaPro­duk­te oh­ne gros­se Schwie­rig­kei­ten. «Pro­ble­me mit dem Pa­tent­schutz wie in der Phar­ma­in­dus­trie tre­ten bei uns nicht auf, auch weil wir hoch­wer­ti­ge elek­tro­ni­sche Kom­po­nen­ten wei­ter­hin in der Schweiz pro­du­zie­ren und in Asi­en nur zu­sam­men­bau­en las­sen», er­klärt der Hör­ge­rä­te­her­stel­ler.

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