Nur die Lu­zer­ner KB plat­ziert

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die Emis­si­on über 400 Mio. Fr. war in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te die ein­zi­ge Trans­ak­ti­on.

Das Ge­schäft am Pri­mär­markt be­schränk­te sich in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te auf ei­ne ein­zi­ge Trans­ak­ti­on. Am Mitt­woch kam in Ei­gen­re­gie Lu­zer­ner Kan­to­nal­bank 2017/2025 über 400 Mio. Fr. Der Aus­ga­be­preis be­trug 100%. Die mit ei­ner Staats­ga­ran­tie aus­ge­stat­te­te und von S&P mit AA be­wer­te­te Emit­ten­tin zahl­te für die acht­jäh­ri­ge An­lei­he ei­nen Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 15,5 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te. Per 31. De­zem­ber 2016 ver­füg­te die LUKB nach ei­ge­nen An­ga­ben über ei­ne Ge­samt- ka­pi­tal­quo­te nach Ba­sel III von 17,1% (in­klu­si­ve an­ti­zy­kli­schem Puf­fer von 0,87%). Re­gu­la­to­risch sei­en min­des­tens 12,9% vor­ge­schrie­ben. An der SIX Swiss Ex­ch­an­ge hat die LUKB 18 An­lei­hen über gut 4 Mrd. Fr. aus­ste­hen.

Stan­dard & Poor’s (S&P) hebt den Aus­blick des Spe­zi­al­che­mie­kon­zerns Cla­ri­ant bei un­ver­än­der­tem BBB– von Ne­ga­tiv auf Sta­bil. Dass die De­fla­ti­ons­ri­si­ken ge­sun­ken und «von ei­ner freund­li­chen Re­fla­ti­on ab­ge­löst» wor­den sind, eb­ne den Weg für ei­ne all­mäh­li­che und vor­sich­ti­ge Nor­ma­li­sie­rung der Geld­po­li­tik, schreibt Na­net­te Hech­ler-Fayd’her­be, Lei­te­rin der glo­ba­len An­la­ge­stra­te­gie der Cre­dit Suis­se (CS), in ih­ren jüngs­ten mo­nat­li­chen Ein­schät­zun­gen. Die Zen­tral­ban­ken an­de­rer In­dus­trie­län­der dürf­ten dem Vor­rei­ter­bei­spiel der US-No­ten­bank (Fed) «im Ver­lauf des Jah­res fol­gen und nach und nach aus ih­rer un­kon­ven­tio­nel­len Geld­po­li­tik aus­stei­gen», heisst es wei­ter.

Ei­ne «ag­gres­si­ve Straf­fung» sei aber nicht zu be­fürch­ten. We­gen der Ba­sis­ef­fek­te im Ener­gie­sek­tor und der nach wie vor be­grenz­ten in­län­di­schen Teue­rung wer­de die Ge­sam­t­in­fla­ti­on in den meis­ten Län­dern ver­mut­lich im zwei­ten Quar­tal all­mäh­lich sin­ken, prog- nos­ti­ziert die An­la­ge­stra­te­gin. Nach­dem die glo­ba­len und die Schwei­zer Staats­an­lei­hen­ren­di­ten seit En­de 2016 um et­wa 15 bzw. 20 Ba­sis­punk­te zu­ge­legt hät­ten, be­weg­ten sich die glo­ba­len Ren­di­ten nun­mehr «an­ge­sichts der vor­her­sag­ba­ren wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen auf fai­ren Ni­veaus».

An Staats­an­lei­hen aus In­dus­trie­län­dern bie­ten für Hech­lerFayd’her­be aus­tra­li­sche und bri­ti­sche Pa­pie­re die bes­ten Er­trags­per­spek­ti­ven. Schwei­zer und deut­sche Staats­an­lei­hen stün­den am En­de der Lis­te. «Kom­men in Eu­ro­pa kei­ne grös­se­ren po­li­ti­schen Ri­si­ken zum Tra­gen», wer­de die SNB kei­ne wei­te­re Lo­cke­rung er­wä­gen, ver­mu­tet die An­la­ge­stra­te­gin. Re­sü­mee: «Die Zin­sen dürf­ten so­mit eher stei­gen als fal­len.»

Per En­de Ok­to­ber 2016 sas­sen die wich­ti­gen Ban­ken der Eu­ro­zo­ne auf not­lei­den­den Kre­di­ten (Non-Per­for­ming Lo­ans, NPL) von 921 Mrd. €. Das geht aus dem neu­en NPL-Leit­fa­den der EZB her­vor. Er ent­hält An­lei­tun­gen, wie mit fau­len Kre­di­ten um­zu­ge­hen ist. Die­ses The­ma soll­te «für Ban­ken zu den Prio­ri­tä­ten zäh­len», mahnt die EZB. Die EZB for­dert die Ban­ken auf, ei­ne «rea­lis­ti­sche und ehr­gei­zi­ge Stra­te­gie» um­zu­set­zen, um das NPL-Pro­blem in sei­ner Ge­samt­heit an­zu­ge­hen. Füh­rungs­kräf­te soll­ten An­rei­ze zum NPL-Ab­bau er­hal­ten. Der Leit­fa­den for­mu­liert kei­ne quan­ti­ta­ti­ven Ziel­wer­te für den Ab­bau. Viel­mehr for­dert er die Ban­ken zur Mit­ar­beit bei der Ent­wick­lung von Richt­li­ni­en auf.

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