Voll­geld

Finanz und Wirtschaft - - PRAKTIKUS/PORTRÄT - ERICH SCHWYN,

Das Pri­vat­kon­to, auf das uns der Lohn vom Ar­beit­ge­ber gut­ge­schrie­ben wird, ist nicht un­ser Geld, son­dern ei­ne Schuld der Bank an uns Kon­to­in­ha­ber. Das zeigt sich dann, wenn ei­ne Bank plei­te­geht. Dann fin­det ein Run der Kun­den auf die Bank statt. Um «ihr Geld» zu ret­ten, wol­len sie ihr Lohn­kon­to in Mün­zen und No­ten aus­be­zahlt ha­ben. Da die Ban­ken das Kon­to­geld zu 80% nicht von der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank ge­gen Zins er­wor­ben ha­ben, ist es auch kein vom Staat ga­ran­tier­tes Zah­lungs­mit­tel, son­dern zum Bei­spiel UBS- oder CS-Geld, das von den Ban­ken über Kre­di­te ge­schaf­fen wur­de. Die­ses Buch­geld soll, wie die Mün­zen und die No­ten, un­ter die Wäh­rungs­ho­heit des Bun­des, bzw. der Na­tio­nal­bank, ge­stellt wer­den. Ei­ne ein­fa­che, lo­gi­sche Sa­che. Die Voll­geld­in­itia­ti­ve be­zweckt, die voll­stän­di­ge Wäh­rungs­ho­heit des Bun­des für Mün­zen, Bank­no­ten und Buch­geld wie­der her­zu­stel­len. Dann ist un­ser Geld wie­der si­cher, und es fin­den kei­ne Fi­nanz­kri­sen durch Wild­wuchs mehr statt.

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