Glos­sar

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Die Pro­duk­ti­vi­tät bil­det ab, wie ef­fi­zi­ent Ein­gangs­grös­sen – dar­un­ter bei­spiels­wei­se Ar­beits­leis­tung oder Ka­pi­tal – in Pro­duk­te und Di­enst­leis­tun­gen über­führt wer­den kön­nen. In der Re­gel wer­den Pro­duk­ti­vi­täts­kenn­zah­len be­rech­net, in­dem man den Aus­stoss (Out­put) durch die Ein­gangs­grös­sen (In­put) di­vi­diert. Je grös­ser der re­sul­tie­ren­de Wert, des­to hö­her ist die Pro­duk­ti­vi­tät.

Zu den häu­fig be­trach­te­ten In­di­ka­to­ren ge­hört die Ar­beits­pro­duk­ti­vi­tät: Meist wird sie auf ge­samt­wirt­schaft­li­cher Ebe­ne ge­mes­sen, in­dem das in­fla­ti­ons­be­rei­nig­te Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP) durch die ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den oder die An­zahl Ar­beit­neh­mer ge­teilt wird. Die Ar­beits­pro­duk­ti­vi­tät re­spek­ti­ve ih­re Ve­rän­de­rung ist ein zen­tra­ler Fak­tor, der die Ent­wick­lung der Löh­ne re­spek­ti­ve des Wohl­stands­ni­veaus be­stimmt und ei­nen be­deu­ten­den Ein­fluss auf das Wirt­schafts­wachs­tum aus­übt (vgl. Grafik 7).

Di­ver­se Treiber wir­ken sich da­bei auf die Ve­rän­de­rung der Pro­duk­ti­vi­tät aus. Ge­bräuch­lich ist die Klas­si­fi­zie­rung in drei Un­ter­grup­pen: Die Qua­li­tät der Ar­beit, die Ka­pi­tal­in­ten­si­tät so­wie die To­ta­le Fak­tor­pro­duk­ti­vi­tät (TFP). Der erst­ge­nann­te Fak­tor ist un­ter an­de­rem vom Aus­bil­dungs­ni­veau und der ge­sam­mel­ten Er­fah­rung der Ar­beit­neh­mer ab­hän­gig.

Die Ka­pi­tal­in­ten­si­tät misst der­weil, wie viel An­la­ge­ver­mö­gen (bei­spiels­wei­se Ma­schi­nen oder Werk­zeu­ge) in der Fer­ti­gung ein­ge­setzt wird. Durch die ver­stärk­te Nut­zung von Pro­duk­ti­ons­mit­teln pro Er­werbs­tä­ti­gem – ei­ne so­ge­nann­te Ka­pi­tal­ver­tie­fung – kann in der Re­gel die Ar­beits­pro­duk­ti­vi­tät ge­stei­gert wer­den.

Die To­ta­le Fak­tor­pro­duk­ti­vi­tät quan­ti­fi­ziert zu gu­ter Letzt, wel­cher Teil des Pro­duk­ti­ons­wachs­tums nicht auf ei­ne Ve­rän­de­rung in den bei­den erst­ge­nann­ten Fak­to­ren zu­rück­ge­führt wer­den kann. Meist wird sie als tech­no­lo­gi­scher Fort­schritt in­ter­pre­tiert, kann aber auch von or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ver­bes­se­run­gen oder ei­ner ef­fi­zi­en­te­ren Res­sour­cen­al­lo­ka­ti­on her­rüh­ren.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.