Aus­sicht auf hö­he­re Mar­gen

Finanz und Wirtschaft - - GESUNDHEIT - KUE

Die Ge­nuss­schei­ne von Ro­che ha­ben sich seit De­zem­ber be­ein­dru­ckend er­holt. En­de 2016 war der Kurs noch auf den nied­rigs­ten Stand seit Mit­te 2013 ge­sun­ken. Mitt­ler­wei­le ha­ben die Va­lo­ren je­doch wie­der gut 24% zu­ge­legt. Selbst der ver­gan­ge­ne Wo­che be­kannt ge­wor­de­ne Rück­schlag beim Me­di­ka­ment Te­cen­triq ver­un­si­cher­te die In­ves­to­ren nur kurz­zei­tig. Das spricht da­für, dass die An­le­ger wei­ter­hin an das Po­ten­zi­al des Me­di­ka­ments in der Krebs­im­mun­the­ra­pie glau­ben.

Den gröss­ten Schub im Ak­ti­en­kurs seit Jah­res­an­fang brach­ten die ers­ten Er­geb­nis­se der zu­las­sungs­re­le­van­ten Stu­die Aphi­ni­ty, die An­fang März ver­öf­fent­licht wur­den. Da­mit ha­ben sich die Ab­satz­chan­cen für Per­je­ta, be­reits heu­te der gröss­te Wachs­tums­trä­ger un­ter den Ro­che-Me­di­ka­men­ten, enorm er­höht. Schliess­lich er­war­ten die Ana­lys­ten im Schnitt, dass Per­je­ta 2021 der gröss­te Um­satz­brin­ger bei Ro­che sein wird, der dann für fast 9% des Kon­zern­um­sat­zes ste­hen könn­te (vgl. Grafik 1).

Da­mit ist der Kon­zern auf gu­tem Weg, den ab­seh­ba­ren Rück­gang bei den drei tra­di­tio­nell gros­sen Um­satz­brin­gern in den nächs­ten Jah­ren auf­zu­fan­gen. Stüt­zend auf den Kurs wirkt zu­dem, dass der Kon­zern die ope­ra­ti­ve Mar­ge sta­bi­li­siert hat. Für das Ebit lag die Mar­ge 2016 wie schon im Ge­schäfts­jahr zu­vor bei knapp mehr als 36% und für die­ses Jahr kann ein ähn­li­cher Wert er­war­tet wer­den. Das sind dann aber im­mer noch zwei Pro­zent­punk­te we­ni­ger als 2014. Im­mer­hin ist es rea­lis­tisch, dass die Mar­ge 2018 auf gut 37% steigt. Für die Ebit­daMar­ge im Kern­ge­schäft soll­ten sich An­le­ger auf 40% ein­stel­len.

Der Ge­winn je Ti­tel dürf­te un­ter dem Strich stär­ker wach­sen als noch in den Vor­jah­ren. Die­se Ent­wick­lung soll­te es dem Kon­zern er­lau­ben, für die­ses und nächs­tes Jahr die Di­vi­den­de mo­de­rat an­zu­he­ben (vgl. Grafik 2). Al­ler­dings kann nicht aus­ge­blen­det wer­den, dass die Ren­di­te auf das in­ves­tier­te Ka­pi­tal (ROIC) 2016 mit knapp 16% auf den nied­rigs­ten Wert seit dem Kri­sen­jahr 2009 ge­sun­ken ist.

Gleich­wohl sind die Ro­che-Ge­nuss­schei­ne im Ver­gleich zu wich­ti­gen US-Kon­kur­ren­ten mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 17 für 2017 noch güns­tig be­wer­tet. An­le­ger, die jetzt ein­stei­gen wol­len, soll­ten be­ach­ten, dass Rück­schlä­ge bei der Me­di­ka­men­ten­ent­wick­lung den Kon­zern je­der­zeit zu­rück­wer­fen kön­nen. Hier sind die Ri­si­ken durch neue Arz­nei­en zu­letzt ge­sun­ken. Auch soll­te die wei­te­re Ent­wick­lung der Pro­fi­ta­bi­li­tät be­ach­tet wer­den. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Ro­che im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/ROG

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.