Vor­sor­ge­auf­trag

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - KARL MEI­ER- ZOL­LER, KURT SAGER,

Son­der­bund Pri­va­te Ban­king, 29. April Ralph P. Schuler bie­tet ei­ne gu­te Über­sicht zum The­ma Vor­sor­ge­auf­trag. Neu für mich ist, dass ei­ne Ent­schä­di­gung er­wähnt sein muss. Nicht ganz ver­ständ­lich, denn nie­mand weiss im Zeit­punkt der Er­stel­lung des Vor­sor­ge­auf­tra­ges, wann er um­ge­setzt wird, in zehn oder zwan­zig Jah­ren?

Nicht im­mer be­wir­ken neue Ge­set­ze das, was sie be­zwe­cken. Im Fall der Re­vi­si­on des Kin­des- und Er­wach­se­nen­schutz­rechts wür­de ich die­sen Satz mit brei­tes­ter Fe­der un­ter­schrei­ben. Ich ver­fol­ge die Pra­xis der Kin­des- und Er­wach­se­nen­schutz­be­hör­de (Kesb) seit der Re­vi­si­on mit viel In­ter­es­se, da ich wäh­rend lan­ger Zeit als Bei­stand wirk­te. Seit der er­wähn­ten Re­vi­si­on be­schleicht mich ein mul­mi­ges Ge­fühl, wenn ich das Wort Kesb nur schon le­se oder hö­re. Zu­neh­mend stel­le ich fest, dass der Staat via Kesb sei­ne Kon­trol­le im­mer mehr in fa­mi­liä­ren An­ge­le­gen­hei­ten aus­übt und nicht merkt, dass er gleich­zei­tig die enorm wich­ti­gen, fa­mi­li­en­in­ter­nen So­li­da­ri­tä­ten mas­siv schwächt, ja zer­stört, auch dort, wo kein Be­darf be­steht. Das ist schäd­lich und so­mit ei­ne Schan­de ge­gen­über je­der ur­teils­fä­hi­gen Per­son oder Fa­mi­lie. Ei­ne Schan­de ist doch auch, dass der Bür­ger sich vor die­ser Be­hör­de – im Um­kehr­schluss – mit ei­nem Vor­sor­ge­auf­trag schüt­zen muss. tro­ver­tei­lung von Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern oder Ge­wer­be und In­dus­trie ein­ge­speist wird – und wenn sie an­fällt, di­rekt ver­braucht wird. Al­ler­dings läuft auch hier nichts oh­ne das sta­bi­le öf­fent­li­che Netz. Wenn nun im zur Ab­stim­mung ste­hen­den Ener­gie­ge­setz klamm­heim­lich die ur­sprüng­li­che Ver­si­on von 2013 un­ter­schla­gen wird, dass die künf­ti­ge Strom­nach­fra­ge auch aus Gas­kom­bik­raft­wer­ken, Wär­me-Kraft-Kop­pe­lun­gen so­wie Strom­im­por­ten ge­deckt wer­den müs­se, heisst CO2-hal­tig, ist das un­red­lich und ge­ziel­te Ma­ni­pu­la­ti­on. Apro­pos be­fris­te­te För­der­ab­ga­be (KEV) ist Glei­ches ab­seh­bar. Wur­de je ei­ne Steu­er oder Ab­ga­be auf Schwei­zer Bo­den rück­gän­gig ge­macht oder ab­ge­schafft? Eher wird die KEV er­höht, denn die Lob­by wird die Ziel­er­rei­chung zu rich­ten wis­sen, so­dass der plan­wirt­schaft­li­che Leer­lauf ih­re Kli­en­tel wei­ter­hin be­dient.

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