US-Zins­er­hö­hung rückt in den Fo­kus

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ST. GAL­LER KAN­TO­NAL­BANK

Der Gold­preis hat sich in der letz­ten Wo­che um 1230 $ je Fein­un­ze sta­bi­li­siert. Nach­dem er in den ers­ten vier Mo­na­ten mehr als 10% zu­le­gen konn­te, ha­ben im Mai die für Gold be­las­ten­den Fak­to­ren über­wo­gen. Da­zu zäh­len das stei­gen­de Zins­ni­veau in den USA und das welt­weit ri­si­ko­freund­li­che Um­feld. So ha­ben die Ak­ti­en­in­di­zes in Eu­ro­pa nach der Wahl in Frank­reich neue Höchst­stän­de er­klom­men. Die ru­hi­ge Bör­sen­la­ge äus­sert sich auch in den sehr ge­rin­gen Preis­schwan­kun­gen. Der Vix, das Vo­la­ti­li­täts­ba­ro­me­ter des US-Leit­in­dex S&P 500, no­tier­te den sech­zehn­ten Tag in Fol­ge un­ter 11 – ein Re­kord. Zu­sätz­lich Druck üb­ten spe­ku­la­ti­ve In­ves­to­ren aus, die ih­re Po­si­ti­on am Ter­min­markt die zwei­te Wo­che in Fol­ge deut­lich re­du­zier­ten.

Wie ein Blick auf die Da­ten des World Gold Coun­cil zeigt, feh­len zu­dem auf der Nach­fra­ge­sei­te wei­ter­hin die Im­pul­se aus der Schmuck­in­dus­trie so­wie von den No­ten­ban­ken. Im ers­ten Quar­tal la­gen bei­de Seg­men­te un­ter ih­rem Fünf­jah­res­durch­schnitt. Bei den Gol­din­ves­ti­tio­nen fal­len die re­gio- na­len Un­ter­schie­de auf. Wie be­reits 2016 wird das An­le­ger­inter­es­se von Eu­ro­pa ge­trie­ben.

Nach der Wei­chen­stel­lung in Frank­reich rückt nun die nächs­te US-Zins­er­hö­hung in den Fo­kus. Die Wahr­schein­lich­keit, dass das Fed Mit­te Ju­ni den Leit­zins an­hebt, liegt na­he 100%. Der Weg für hö­he­re Zin­sen, aus­ge­hend von den USA, ist vor­ge­zeich­net. An­ge­sichts der zu­rück­hal­ten­den USNo­ten­bank dürf­ten sie im lau­fen­den Jahr aber nur lang­sam stei­gen.

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