Cy­ber-Atta­cke hilft Soft­ware-Ak­ti­en

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG/THA

Wall­s­treet bleibt in Re­kord­lau­ne. Opec-För­der­kür­zun­gen trei­ben Ak­ti­en aus dem Öl­sek­tor an.

von Ci­ti­group (61.49 $, +1,4%) von «Neu­tral» auf «Ver­kau­fen» zu­rück­ge­stuft. Der Kon­zern wer­de sei­ne mit­tel­fris­ti­gen Ge­winn­zie­le ver­feh­len, be­grün­de­te der zu­stän­di­ge Ana­lyst sei­nen Ent­scheid. Die Va­lo­ren ga­ben am Di­ens­tag­vor­mit­tag 1,7% nach.

Auf­wärts ging es da­ge­gen für Ak­ti­en aus dem Ener­gie­sek­tor. Das Opec-Kar­tell hat sei­ne Ab­sicht be­kräf­tigt, an den ver­ein­bar­ten För­der­be­gren­zun­gen fest­zu­hal­ten, wor­auf der Öl­preis mit Avan­cen re­agier­te. Da­von pro­fi­tier­ten die Ak­ti­en von Bran­chen­schwer­ge­wich­ten wie ExxonMo­bil (82.90 $, –0,1%) und Chev­ron (107.57 $, +1%). Ge­sucht wa­ren eben­so die Ti­tel der Ser­vice­ge­sell­schaft Hal­li­bur­ton (46.89 $, +3,1%) so­wie die Va­lo­ren der un­ab­hän­gi­gen Ener­gie­för­de­rer EOG Res­sour­ces (94.87 $, +2,7%) und Hess (50.06 $, +3,4%).

Zu­ver­sicht mach­te sich auch in Berg­bau­wer­ten wie Free­por­tMcMoRan (11.86 $, +0,7%) und New­mont Mi­ning (33.81 $, +4,3%) breit. Chi­nas Staats­chef Xi Jin­ping hat am Wo­che­n­en­de an­ge­kün­digt, In­ves­ti­tio­nen von mehr als 100 Mrd. $ zur Fi­nan­zie­rung von In­fra­struk­tur­pro­jek­ten zu spre­chen.

Er­staun­lich ge­las­sen neh­men In­ves­to­ren bis­lang die Nach­rich- ten aus Washington. Wie USMe­di­en be­rich­ten, hat Do­nald Trump wäh­rend ei­nes Tref­fens mit dem rus­si­schen Bot­schaf­ter im Oval Of­fice ge­hei­me In­for­ma­tio­nen aus­ge­plau­dert. Das sorgt für zu­sätz­li­che Kon­tro­ver­sen nach der um­strit­te­nen Ent­las­sung von FBI-Chef Ja­mes Co­mey und wird die Stim­mung im Kon­gress wei­ter an­hei­zen. Ei­ne Steu­er­re­form noch in die­sem Jahr durch­zu­brin­gen, wird un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen im­mer schwie­ri­ger.

Was Ein­zel­ak­ti­en be­trifft, zähl­ten John­son & John­son (127.34 $, +3,3%) zu den gröss­ten Ge­win­nern. Die Ti­tel des Ge­sund­heits­kon­zerns pro­fi­tier­ten von ei­ner Kauf­emp­feh­lung. Ge­mäss Ana­lys­ten der Bank J.P. Mor­gan (87.36 $, +0,1%) hat John­son & John­son das Schlimms­te der Um­satz­ab­schwä­chung hin­ter sich, wes­halb die mäs­si­ge Per­for­mance der Va­lo­ren über die letz­ten zwölf Mo­na­te zu viel Pes­si­mis­mus re­flek­tie­re.

Auch Ho­me De­pot (18.61 $, +0,6%) leg­ten zu. Die Bau­markt­ket­te hat im ers­ten Quar­tal bes­ser ab­ge­schnit­ten als er­war­tet. Kun­den ha­ben ins­be­son­de­re in teu­re Pro­duk­te wie Bo­den­be­lä­ge und Über­da­chungs­ma­te­ria­li­en in­ves­tiert, um ihr Ei­gen­heim zu ver­schö­nern. Das Er­geb­nis ist ein Licht­blick in ei­nem an­sons­ten schwie­ri­gen Ge­schäfts­um­feld für den Ein­zel­han­del.

Die Cy­ber-Atta­cke auf Com­pu­ter rund um den Glo­bus hat der­weil Her­stel­lern von Si­cher­heits­soft­ware zu Kurs­ge­win­nen ver­hol­fen. So wa­ren et­wa die Va­lo­ren von Sy­man­tec (32.17 $, –1%), Fi­reEye (107.57 $, +9,8%) und Proof­point (86.67 $, +6,7%) ge­fragt. Die Schad­soft­ware Wan­naC­ry hat­te sich im Ver­lauf des Wo­che­n­en­des auf Rech­nern mit ver­al­te­ten Win­dows-Be­triebs­sys­te­men ein­ge­nis­tet und dar­auf­hin die Da­ten ver­schlüs­selt. Erst mit der Zah­lung ei­nes Lö­se­gelds wer­den die Da­ten wie­der frei­ge­ge­ben. Be­trof­fen sind ge­mäss Eu­ro­pol mehr als 200 000 Pri­vat­per­so­nen, In­sti­tu­tio­nen und Un­ter­neh­men.

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