Staats­ren­te ge­rät aus der Ba­lan­ce

Finanz und Wirtschaft - - VORSORGE -

Die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung AHV ist der Grund­pfei­ler der fi­nan­zi­el­len Vor­sor­ge. Er­gänzt wird sie von der In­va­li­den­ver­si­che­rung IV und der Er­werbs­er­satz­ord­nung EO für Wehr­dienst­leis­ten­de. Für die drei Tei­le der staat­li­chen Vor­sor­ge­säu­le wird auf der ge­sam­ten Lohn­sum­me der Schweiz jähr­lich ei­ne Ab­ga­be von 10,25% er­ho­ben, je hälf­tig zahl­bar durch Ar­beit­ge­ber und Be­schäf­tig­te. Pen­sio­nier­te er­hal­ten mo­nat­lich min­des­tens 1175 Fr. und höchs­tens 2350 Fr., ab­hän­gig vom Aus­mass der Ein­zah­lun­gen wäh­rend ih­res Er­werbs­le­bens. Ehe­paa­re be­kom­men ma­xi­mal 3525 Fr. aus­be­zahlt.

Bis­lang sind die Ein- und Aus­ga­ben der AHV, der IV und der EO im Lot. Die Ein­zah­lun­gen der Ar­beit­s­tä­ti­gen von rund 35 Mrd. Fr. de­cken zu­sam­men mit der auf knapp 20% lie­gen­den Teil­fi­nan­zie­rung durch Steu­er­gel­der die Ren­ten­zah­lun­gen. Die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung bringt die ers­te Vor­sor­ge­säu­le je­doch zu­neh­mend ins Wan­ken. Die Ren­ten­be­zie­hen­den le­ben im Schnitt län­ger, als bei der Kon­zep­ti­on des Sys­tems kal­ku­liert wor­den war. In den Pro- jek­tio­nen nimmt die Sum­me der Ren­ten­zah­lun­gen ra­scher zu, als der aus der schwei­ze­ri­schen Lohn­sum­me er­war­te­te Zuf­luss. Der Sal­do wird vor­aus­sicht­lich von der­zeit mi­nus ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Fran­ken bis 2024 auf mi­nus zwei­ein­halb Mil­li­ar­den stei­gen. Zu­satz­fi­nan­zie­run­gen wer­den un­aus­weich­lich – län­ger­fris­tig wohl eben­so ein spä­te­res Ren­ten­al­ter.

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