Gut un­ter­wegs

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - GER­RIT BAHLO,

Die ers­ten fünf Mo­na­te des lau­fen­den Jah­res sind so gut wie vor­über, und schaut man sich an, wo­hin sich die ein­schlä­gi­gen Ak­ti­en­in­di­zes be­wegt ha­ben, stellt man fest, dass die Wert­ent­wick­lung seit Ja­nu­ar aus Sicht ei­nes Ak­ti­en­in­ves­tors bis­lang er­freu­lich ver­lau­fen ist. Das glei­che Bild er­gibt sich, wenn man auf die Wan­del­an­lei­hen­in­di­zes schaut.

Dies be­deu­tet im Um­kehr­schluss, dass sich in den ers­ten fünf Mo­na­ten die po­li­ti­schen Ri­si­ken vom An­fang des Jah­res ent­schärft ha­ben. We­der US-Prä­si­dent Do­nald Trump mit sei­nem zum Teil kaum nach­voll­zieh­ba­ren Ge­ba­ren noch ein in der Pres­se kürz­lich dis­ku­tier­tes mög­li­ches Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren (Im­peach­ment) ha­ben es bis­her ge­schafft, die Märk­te nach­hal­tig zu ver­un­si­chern.

Auch dies­seits des At­lan­tiks ha­ben die po­li­ti­schen Ri­si­ken nach den pro­eu­ro­päi­schen Wah­len in den Nie­der­lan­den und Frank­reich deut­lich ab­ge­nom­men. Auf der an­de­ren Sei­te sind die Wirt­schafts­da­ten, die Eu­ro­pa bzw. die Eu­ro­zo­ne lie­fern, wei­ter­hin er­freu­lich po­si­tiv. Eben­so war­tet die US-Wirt­schaft mit gu­ten Fun­da­men­tal­da­ten auf.

Von der geld­po­li­ti­schen Sei­te sind eben­falls kei­ne we­sent­li­chen Über­ra­schun­gen mehr zu er­war­ten. Die US-No­ten­bank (Fed) hat deut­lich kom­mu­ni­ziert, was die Märk­te von der Po­li­tik der künf­ti­gen Leit­zins­an­he­bun­gen zu er­war­ten ha­ben, und die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) wird wahr­schein­lich bis zum Jah­res­en­de die be­ste­hen­de ex­pan­si­ve Geld­po­li­tik wei­ter­füh­ren.

Be­glei­tet und ab­ge­run­det wird die­ses all­ge­mein freund­li­che Sze­na­rio von den gu­ten Quar­tals­zah­len, die eu­ro­päi­sche und USUn­ter­neh­men bis­her vor­ge­legt ha­ben. Dies hat sich dann auch in den Zuflüs­sen eu­ro­päi­scher und glo­ba­ler Wan­del­an­lei­hen­fonds nie­der­ge­schla­gen. Im Mai ha­ben nun zum ers­ten Mal seit 2015 bei­de Fonds­ka­te­go­ri­en wie­der net­to Mit­tel­zu­flüs­se ver­zeich­net.

Die Kom­men­ta­re von Markt­teil­neh­mern ge­ben den Ein­druck, dass Wandelanleihen der­zeit wie­der stär­ker als Ak­ti­en­er­satz ge­sucht sind. Dies ba­siert vor al­lem auf ih­rer Ei­gen­schaft, die Si­cher­heit der An­lei­hen­kom­po­nen­te mit der Par­ti­zi­pa­ti­on an stei­gen­den Ak­ti­en­kur­sen zu kom­bi­nie­ren.

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