Vor­sor­gen – aber rich­tig

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Um auch nach der Pen­sio­nie­rung ein Le­ben oh­ne fi­nan­zi­el­le Sor­gen zu ha­ben, soll­ten Spa­rer fol­gen­de Punk­te be­ach­ten: Ein­zah­lung Spa­rer soll­ten nicht erst ge­gen En­de Jahr den Ma­xi­mal­be­trag von der­zeit 6768 Fr. ein­zah­len. Je frü­her im Jahr das Geld aufs Kon­to oder in den Fonds fliesst, des­to län­ger pro­fi­tie­ren An­le­ger vom Zins oder von den Kurs­ge­win­nen. Fi­nanz­pla­nung Wer in Er­wä­gung zieht, in­ner­halb der kom­men­den zehn Jah­ren ein Ei­gen­heim zu kau­fen, oder selb­stän­dig zu wer­den, ist mit ei­ner Kon­to­lö­sung bes­ser be­dient. An­sons­ten gilt die Faust­re­gel: Je län­ger der An­la­ge­ho­ri­zont, des­to hö­her darf der Ak­ti­en­an­teil sein. Da­bei pro­fi­tiert der Spa­rer von den re­gel­mäs­si­gen Ein­zah­lun­gen. Fal­len die Bör­sen, er­hält er ent­spre­chend mehr Fonds­an­tei­le und re­du­ziert da­mit sei­nen Ein­stands­preis. Stei­gen die Bör­sen hin­ge­gen, par­ti­zi­piert er un­ein­ge­schränkt an den Ge­win­nen. Ak­ti­en­spa­ren Erst seit we­ni­gen Jah­ren bie­ten ers­te An­bie­ter 3a-Fonds mit ei­nem Ak­ti­en­an­teil von mehr als 50% an. Der­zeit of­fe­rie­ren un­ter an­de­rem die UBS und Post­fi­nan­ce mit 75% das höchs­te Ak­ti­en­ex­po­sure in 3a-Fonds. Der Rest wird in Ob­li­ga­tio­nen und al­len­falls Im­mo­bi­li­en in­ves­tiert. Wer sein Al­ters­ver­mö­gen aus­schliess­lich in Ak­ti­en an­le­gen will, muss ei­ne ei­ge­ne Lö­sung kon­stru­ie­ren. In die­sem Fall rät Clau­di­ne Sydler von Hin­der As­set Ma­nage­ment, den steu­er­be­güns­tig­ten Be­trag in ein 3a-Kon­to ein­zu­zah­len und dar­über hin­aus in kos­ten­güns­ti­ge Ak­ti­en-ETF an­le­gen. Al­ler­dings setzt die­ser Vor­schlag zwei Sa­chen vor­aus: Ers­tens, dass ein In­ves­tor über ge­nü­gend Li­qui­di­tät ver­fügt, und zwei­tens, dass er nicht ver­sucht ist, die nicht bis zur Pen­sio­nie­rung ge­bun­de­nen Gel­der bei Be­darf für an­de­re Zwe­cke zu brau­chen. Steu­er­li­che Fol­gen Bei der Vor­sor­ge kom­men zwei un­ter­schied­li­che steu­er­li­che Im­pli­ka­tio­nen ins Spiel. So lässt sich der steu­er­be­güns­tig­te Be­trag vom jähr­li­chen Ein­kom­men ab­zie­hen. Dar­aus er­rech­net sich ein Steu­er­vor­teil je nach Kan­ton und Ein­kom­men von meh­re­ren hun­dert bis ei­ni­gen tau­send Fran­ken. Wich­tig sind auch die steu­er­li­chen Fol­gen beim Be­zug im Al­ter: Es kann sich loh­nen, meh­re­re Vor­sor­ge­kon­ten oder -fonds an­zu­le­gen. Steu­er­lich in­ter­es­sant ist die ei­ge­ne Vor­sor­ge­lö­sung. Kurs­ge­win­ne, die aus­ser­halb der Säu­le 3a er­zielt wer­den, müs­sen nicht ver­steu­ert wer­den.

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