Öl­preis fällt nach Opec-Tref­fen

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GAH

Der Öl­preis be­en­det die Wo­che deut­lich tie­fer. Ein Fass der Nord­see­sor­te Brent kos­te­te am Frei­tag­nach­mit­tag noch 51.30 $ und da­mit 4% we­ni­ger als in der Wo­che da­vor. Der Preis für US-Roh­öl der Sor­te West Te­xas In­ter­me­dia­te fiel un­ter 49 $ je Fass. Die Opec hat­te zwar an ih­rem Jah­res­tref­fen am Don­ners­tag in Wien die Ver­län­ge­rung der gel­ten­den För­der­kür­zung be­schlos­sen, die Mass­nah­me zur Preis­sta­bi­li­sie­rung blieb je­doch hin­ter der Er­war­tung zu­rück. Vie­le An­le­ger hat­ten zu­letzt auf ei­ne stär­ke­re Dros­se­lung ge­hofft.

Be­reits seit Ja­nu­ar för­dert das Öl­kar­tell zu­sam­men mit Russ­land täg­lich 1,8 Mio. Fass we­ni­ger als noch im Ok­to­ber 2016. Das ent­spricht ei­ner Kür­zung um 2% des welt­wei­ten An­ge­bots. Den­noch hält sich der welt­wei­te La­ger­be­stand bis­her über­ra­schend hart­nä­ckig. Im zwei­ten Quar­tal stieg er gar auf ein neu­es Re­kord­hoch. Das spie­gelt sich auch im Preis: Nach der Ver­ein­ba­rung En­de No­vem­ber kos­te­te Bren­t­öl zwi­schen­zeit­lich mehr als 57 $ je Fass. Bis An­fang Mai fiel die No­tie­rung un­ter 49 $.

Grund da­für ist die ste­tig stei­gen­de Schie­fe­röl­för­de­rung in den USA. Die Un­ter­neh­men ha­ben ih­re Pro­duk­ti­ons­kos­ten in den letz­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich ge­senkt und kön­nen heu­te bei ei­nem Fass­preis von 30 $ ren­ta­bel Öl aus dem Bo­den pum­pen. Ver­gan­ge­ne Wo­che be­trug das Ge­samt­vo­lu­men be­reits mehr als 9,3 Mio. Fass täg­lich. Und es könn­te wohl noch stei­gen. Die HSH Nord­bank geht da­von aus, dass die zu­sätz­li­che Ka­pa­zi­tät der US-Bohr­stel­len mehr als 1 Mio. Fass über dem Vor­jahr liegt.

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