Geo­po­li­ti­sche Un­si­cher­heit stützt Gold

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - DA­RIO SIGRON,

Seit Jah­res­be­ginn ver­zeich­net Gold in Dol­lar ei­nen Kurs­ge­winn von über 10%. Am Di­ens­tag kos­te­te die Fein­un­ze 1263 $. Für das Edel­me­tall wa­ren die ver­gan­ge­nen Mo­na­te je­doch un­ge­wöhn­lich vo­la­til. Denn ver­schie­de­ne ma­kro­öko­no­mi­sche und po­li­ti­sche Fak­to­ren wirk­ten auf den Gold­preis. Da­zu zähl­ten die Ab­wer­tung des Dol­lars, die zu- und ab­neh­men­de Ri­si­ko­aver­si­on in­fol­ge der fran­zö­si­schen Wah­len so­wie die eher zu­rück­hal­ten­de US-Zen­tral­bank. Der nächs­te Zins­schritt des Fed wird vom Markt für die nächs­te Sit­zung im Ju­ni er­war­tet und soll­te kaum ei­nen Ein­fluss auf den Gold­preis ha­ben. Ein Ver­zicht auf ei­ne Zins­er­hö­hung oder zu­rück­hal­ten­de Wor­te über den geld­po­li­ti­schen Kurs wür­den sich da­ge­gen ne­ga­tiv auf die Zin­sen und den Dol­lar aus­wir­ken. Das Fed wird die künf­ti­gen Ent­schei­de wei­ter­hin von den ma­kro­öko­no­mi­schen Da­ten ab­hän­gig ma­chen.

Die künf­ti­ge Ent­wick­lung des Gold­prei­ses wird wei­ter­hin von der Geld­po­li­tik in den USA und Eu­ro­pa be­stimmt wer­den. Schwie­rig ab­zu­schät­zen sind die Aus­wir- kun­gen ei­nes mög­li­chen Amts­ent­he­bungs­ver­fah­rens ge­gen den US-Prä­si­den­ten. Der Ver­gleich zum Wa­ter­ga­te-Skan­dal bie­tet kei­ne Hil­fe, da die­ser in ei­ner Pha­se statt­fand, in der der Gold­stan­dard auf­ge­ge­ben wur­de.

In An­be­tracht der stei­gen­den Gold­nach­fra­ge aus Asi­en so­wie der nach wie vor be­ste­hen­den geo­po­li­ti­schen Un­si­cher­hei­ten dürf­te sich der Gold­preis je­doch im Be­reich des ak­tu­el­len Ni­veaus be­haup­ten.

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