Man­nig­fal­ti­ge Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Ein Flug­zeug lan­det, Pas­sa­gie­re stei­gen aus, an­de­re stei­gen ein, und das Flug­zeug hebt wie­der ab. Das ist das ver­bin­den­de Ele­ment al­ler Flug­hä­fen. Un­ter­schei­dungs­merk­ma­le gibt es vie­le. In der Ar­chi­tek­tur, im An­ge­bot von Lä­den, Re­stau­rants und Ho­tels und be­son­ders in der Aus­ge­stal­tung der Be­trei­ber und der Ei­gen­tü­mers.

Trotz der ver­schie­de­nen Kon­stel­la­tio­nen gibt es ei­nen Grund­satz. Flug­hä­fen sind Staats­sa­che. Bei sie­ben der zehn gröss­ten Flug­hä­fen Eu­ro­pas hält der Staat ei­ne Mehr­heit. Ei­ne Aus­nah­me ist der gröss­te Flug­ha­fen von Eu­ro­pa: Lon­don He­a­throw. Die Bri­tish Air­ports Aut­ho­ri­ty, die den Flug­ha­fen be­trie­ben hat­te, wur­de in den Acht­zi­ger­jah­ren un­ter Mar­ga­ret That­cher pri­va­ti­siert und an die Bör­se ge­bracht. 2006 wur­de das Un­ter­neh­men dann von ei­nem Kon­sor­ti­um, an­ge­führt vom spa­ni­schen Un­ter­neh­men Fer­ro­vi­al, über­nom­men. Ju­ni­or­part­ner sind un­ter an­de­rem der Staats­fonds von Ka­tar, ei­ne Pen­si­ons­kas­se aus Qué­bec so­wie Staats­fonds aus Singapur und Chi­na.

Die an­de­ren bei­den Flug­hä­fen aus den Top Ten, die sich mehr­heit­lich im Pri­vat­be­sitz be­fin­den, sind Lon­don Gat­wick und Fi­umi­ci­no Leo­nar­do da Vin­ci in Rom.

In der Tür­kei und in Spa­ni­en sind die Flug­hä­fen im Be­sitz des Staa­tes, be­trie­ben wer­den sie hin­ge­gen von ei­nem ko­tier­ten Un­ter­neh­men. Wäh­rend in Spa­ni­en der Staat mit 51% die Mehr­heit am Be­trei­ber Ae­na hält, ist der gröss­te Ak­tio­när des tür­ki­schen Flug­ha­fen­be­trei­bers TAV Air­ports mit 38% die fran­zö­si­sche Ge­sell­schaft Aé­ro­ports de Pa­ris.

Häu­fi­ger be­tei­ligt sich der Staat am Be­trei­ber des Flug­ha­fens, der gleich­zei­tig auch Be­sit­zer der Dreh­schei­be ist. Das ist bei­spiels­wei­se bei den ko­tier­ten Flug­ha­fen­be­trei­bern von Pa­ris und Frank­furt der Fall. Auch die Num­mer 17 in Eu­ro­pa, der Flug­ha- fen Zürich, ge­hört zu ei­nem Teil der öf­fent­li­chen Hand. Kan­ton und Stadt Zürich kom­men aber nur auf ei­nen An­teil von zu­sam­men 38%. Im Fall von Ae­na, Aé­ro­ports de Pa­ris und Fra­port kommt der Staat hin­ge­gen auf ei­ne Mehr­heit von 51%.

Ne­ben dem Staat und pri­va­ten In­ves­to­ren spie­len auch in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger ei­ne grosse Rol­le. 38% der Ak­ti­en des Flug­ha­fens Wi­en sind in den Hän­den der Mit­ar­bei­ter­stif­tung, der Streu­be­sitz be­trägt 12%. Manch­mal sind auch Flug­ge­sell­schaf­ten be­tei­ligt. Die deut­sche Luft­han­sa hält bei­spiels­wei­se 8% am Be­trei­ber Fra­port, dem wich­tigs­ten Hub der Air­line.

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