Ka­tar-Tur­bu­len­zen be­las­ten

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - SG

Luft­han­sa ist zu­ver­sicht­lich. Sta­da-Über­nah­me ist ge­fähr­det.

Bau­un­ter­neh­mens Vin­ci (76.77 €, –1,7%) büss­ten ein. Iber­dro­la (7.25 €, +1,4%) leg­ten leicht zu.

Die Ak­ti­en der Flug­ge­sell­schaf­ten Luft­han­sa (18 €, +1,2%) und Air Fran­ce-KLM (10.72 €, +3,2%) hiel­ten den po­li­ti­schen Un­si­cher­hei­ten im Na­hen Os­ten stand. Der Luft­han­sa-CEO Chris­ti­an Sp­ohr ver­brei­te­te am Jah­res­tref­fen des Bran­chen­ver­bands In­ter­na­tio­nal Air Trans­port As­so­cia­ti­on (Iata) Op­ti­mis­mus, in­dem er ei­ne Nach­fra­ge­stei­ge­rung für die USA und für Asi­en pro­gnos­ti­zier­te. Die Iata gibt sich eben­falls zu­ver­sicht­lich und er­höh­te ih­re bran­chen­wei­ten Ge­winn­erwar­tun­gen am Di­ens­tag von 29,8 auf 31,4 Mrd. $. Auch die Um­satz­pro­gno­se wur­de von 736 auf 743 Mrd. $ her­auf­ge­setzt. Die Ak­ti­en der stark in Grossbritannien en­ga­gier­ten Air­lines IAG (587,5 p, –3,2%), Rya­nair (18.08 €, –0,7%) und Ea­syJet (1339 p, –3,5%) lit­ten un­ter dem er­neu­ten Ter­ror­an­schlag in Lon­don, der die Tou­ris­ten von Rei­sen in die eng­li­sche Haupt­stadt ab­hal­ten dürf­te. Die Ak­ti­en der Bil­lig­flie­ger Rya­nair und Ea­syJet er­hol­ten sich dank ei­nem so­li­den Pas­sa­gier­zu­wachs von 11 bzw. 9,5% im Mai am Di­ens­tag aber leicht.

Bur­ber­ry fie­len 4,1% auf 1743 p: Die HSBC-Ana­lys­ten ha­ben die Pa­pie­re des Lu­xus­gü­ter­kon­zerns auf «Re­du­zie­ren» ab­ge­stuft, weil sie den Kon­kur­ren­ten län­ger als er­war­tet hin­ter­her­hin­ken wür­den. Al­ler­dings wa­ren auch die Wett­be­wer­ber­va­lo­ren LVMH (226.25 €, –2,3%) zu Wo­chen­be­ginn un­ter Druck.

Der fran­zö­si­sche Kos­me­tik­kon­zern L’Oréal (191.25 €, –0,9%) hat­te im Fe­bru­ar be­kannt ge­ge­ben, dass er den Ver­kauf von The Bo­dy Shop in Be­tracht zieht. Ge­mäss In­si­der­krei­sen soll sich in den Bie­ter­wett­be­werb um die Kos­me­tik­ket­te nun auch der Chef und Grün­der des chi­ne­si­schen On­li­ne-Kauf­hau­ses Ali­ba­ba, Jack Ma, ein­schal­ten. Die eu­ro­päi­sche Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft In­vest­in­dus­tri­al ha­be ihn zu ei­ner ge­mein­sa­men Of­fer­te in der Hö­he von 800 Mio. € auf­ge­for­dert.

Die ge­plan­te Über­nah­me des Phar­ma­un­ter­neh­mens Sta­da (63.70 €, –1,4%) steht of­fen­bar auf wack­li­gen Bei­nen. Den Fi­nanz­in­ves­to­ren Bain Ca­pi­tal und Cin­ven sind bis­her von den Ei­g­nern nur rund 15% der Sta­da-Ti­tel an­ge­dient wor­den. Für die An­nah­me der 5,3-Mrd.-€-Of­fer­te müss­ten sie aber bis Don­ners­tag 75% er­rei­chen. In den fran­zö­si­schen Va­lo­ren Pu­b­li­cis Grou­pe (65.73 €, –3,8%) und EDF (9.32 €, –4,2%) be­las­te­te der Di­vi­den­den­ab­gang von 1.85 € bzw. 0.90 € pro Ti­tel zu­sätz­lich.

Die asia­ti­schen Bör­sen schlos­sen am Di­ens­tag gröss­ten­teils im ne­ga­ti­ven Be­reich. Die leich­te Zu­rück­hal­tung an Wall Street am Vor­tag, uner­war­te­te Un­si­cher­heit über den Aus­gang der Wahl in Grossbritannien so­wie die be­vor­ste­hen­de Aus­sa­ge des bis­he­ri­gen FBI-Chefs Ja­mes Co­mey in Wa­shing­ton ver­un­si­cher­ten ei­ni­ge An­le­ger. Der Sto­xx Asia/Pa­ci­fic 600 gab auf 181,27 (–0,2%) nach. Der S&P Asia 50 mit den fünf­zig gröss­ten Kon­zer­nen in Hong­kong, Korea, Singapur und Tai­wan rück­te je­doch 0,2% auf das Re­kord­hoch von 4377,44 vor. Der Auf­wärts­trend seit dem 19. April bleibt in­takt.

Die stei­gen­de Ner­vo­si­tät der In­ves­to­ren spie­gel­te sich in ei­ner Auf­wer­tung des Yen, der erst­mals seit sechs Wo­chen die Mar­ke von 110 Yen pro $ un­ter­schritt. Der Nik­kei 225 in To­kio rutsch­te da­bei un­ter die erst kürz­lich zu­rück­er­ober­te Schwel­le von 20 000 und

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