Ex­per­ten­stim­men

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - GM

Gröss­ter Ver­lie­rer des un­er­war­te­ten Wahl­aus­gangs ist das Pfund. All­zu grosse Ver­lus­te trau­en die Ex­per­ten der Wäh­rung aber den­noch nicht zu. «Das Wachs­tum könn­te sich bes­ser ent­wi­ckeln, weil sich die Op­po­si­ti­ons­par­tei­en für hö­he­re öf­fent­li­che Aus­ga­ben ein­set­zen», sagt Da­vid Do­cher­ty, Fonds­ma­na­ger bei Schro­ders. Des­halb sei ei­ne Er­ho­lung des Pfunds mög­lich. Durch die hö­he­ren Aus­ga­ben dürf­ten zu­dem «das Emis­si­ons­vo­lu­men und die Ren­di­ten von bri­ti­schen Staats­an­lei­hen nach oben ge­trie­ben wer­den», meint An­lei­hen­spe­zia­list Ho­ward Cun­ningham von New­ton.

Die Bör­se re­agiert dank der schwa­chen Wäh­rung mit Avan­cen. «Ein Gross­teil des bri­ti­schen Ak­ti­en­markts dürf­te we­gen sei­ner in­ter­na­tio­na­len Er­trags­grund­la­ge von ei­nem schwä­che­ren Pfund pro­fi­tie­ren», sagt Mark Bur­gess, Chef­stra­te­ge bei Co­lum­bia Th­re­ad­need­le. Ob die schwa­che Va­lu­ta als An­trieb aus­reicht, ist aber frag­lich. «Wir er­war­ten nicht un­be­dingt ei­ne Ak­ti­en­ral­ly als Re­ak­ti­on auf die Pfund­schwä­che, denn die po­li­ti­sche Un­si­cher­heit in Be­zug auf den Br­ex­it, die In­ves­ti­tio­nen oder die Steu­ern hat zu­ge­nom­men», sagt CS-Stra­te­ge Michael O’Sul­li­van. klet­tert (vgl. Grafik 3). Die­se Ral­ly könn­te sich an­ge­sichts des güns­tig blei­ben­den Pfunds vor­erst fort­set­zen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.