Tal­bo­den er­reicht

Finanz und Wirtschaft - - MEN -

Sul­zers Ge­schäf­te ver­har­ren gröss­ten­teils im Krebs­gang. Die Di­vi­sio­nen Pumps Equip­ment und Chem­tech spü­ren die Flau­te im Öl- und Gas­ge­schäft, ver­ur­sacht durch Über­ka­pa­zi­tä­ten und zö­ger­li­che In­ves­ti­tio­nen auf­grund des ge­sun­ke­nen Öl­prei­ses. Die Di­vi­si­on Ro­ta­ting Equip­ment Ser­vices, der die War­tung von Tur­bi­nen an­ge­hört, lei­det un­ter har­tem Kon­kur­renz­druck.

Die be­rei­nig­te Ebi­ta-Mar­ge (Ge­winn vor Zin­sen, Steu­ern und Amor­ti­sa­tio­nen) der Grup­pe hat sich in den letz­ten Jah­ren von 12 auf rund 8% zu­rück­ge­bil­det (vgl. Gra­fik). Im lau­fen­den Jahr sol­len es et­was mehr wer­den, rund 8,5%. Mög­lich macht das vor al­lem das 2016 durch­ge­zo­ge­ne Spar­pro­gramm, das nun sei­ne Wir­kung zeigt. Doch auch die zu­ge­kauf­te hoch­mar­gi­ge GEKA lie­fert ei­nen Bei­trag. Den Um­satz sieht das Sul­zer-Ma­nage­ment 3 bis 5% hö­her, wo­bei auch hier Zu­käu­fe ei­nen we­sent­li­chen Teil aus­ma­chen. Sul­zer hat 2016 und 2017 grup­pen­weit bis­her fünf Ak­qui­si­tio­nen ge­tä­tigt.

Ei­ne spür­ba­re Ge­schäfts­ver­bes­se­rung ist wohl erst im Ver­lauf von 2018 zu er­war­ten. Wo­bei auch dann die Öl­bran­che, von der ge­gen 50% des Sul­zer-Um­sat­zes ab­hängt, den Trend set­zen wird – und der wird wohl nicht steil nach oben wei­sen. Da be­kom­men Ge­schäf­te mit an­de­ren Bran­chen, wie sie die neue Di­vi­si­on Ap­p­li­ca­tor Sys­tems bie­tet, ei­ne grös­se­re Be­deu­tung. Die Bi­lanz von Sul­zer ist so­li­de, so das sich wei­te­re Ak­qui­si­tio­nen gut ver­dau­en las­sen, was den Ak­ti­en Rei­ze ver­leiht. Für Käu­fe soll­ten aber nied­ri­ge­re Kur­se ab­ge­war­tet wer­den.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.