Gold gibt Ge­win­ne ab

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - NÉVINE POLLINI,

Nach­dem Gold ver­gan­ge­nen Mitt­woch auf ein Sie­ben­wo­chen­hoch ge­klet­tert war, gab es den Gross­teil sei­ner Ge­win­ne ab, als sich der Dol­lar in­fol­ge der Be­sei­ti­gung ei­ni­ger Un­ge­wiss­hei­ten fes­tig­te. So be­schloss die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) ei­ne Wei­ter­füh­rung ih­rer ak­tu­el­len Geld­po­li­tik, wo­bei EZB-Chef Ma­rio Draghi die For­ward Gui­dance an­pass­te. Die Neu­wah­len im bri­ti­schen Un­ter­haus en­de­ten mit dem Ver­lust der Mehr­heit der kon­ser­va­ti­ven Par­tei, sie bleibt aber die stärks­te Kraft. Das könn­te in fle- xi­ble­re Br­ex­it-Ver­hand­lun­gen mün­den. In den USA rich­te­te die Aus­sa­ge des ehe­ma­li­gen FBIChefs Ja­mes Co­mey vor dem Se­nat für Prä­si­dent Do­nald Trump we­ni­ger Scha­den als er­war­tet an. Der­weil zeich­net sich in Frank­reich für Em­ma­nu­el Ma­crons Be­we­gung ei­ne gros­se Mehr­heit im Par­la­ment ab.

Nun rich­tet sich der Fo­kus der An­le­ger auf die Zen­tral­bank­sit­zun­gen, dar­un­ter die Bank of En­g­land, die Bank of Ja­pan und die US-No­ten­bank. Letz­te­re dürf­te am 14. Ju­ni die Zin­sen er­neut an- he­ben. Die Fi­nanz­märk­te er­war­ten bis En­de Jahr ma­xi­mal zwei Zins­schrit­te, ein­schliess­lich des­je­ni­gen vom Ju­ni.

Den­noch soll­te Gold nicht völ­lig ab­ge­schrie­ben wer­den. Die wei­ter­hin un­ge­wis­se Um­set­zung der von Trump ver­spro­che­nen Kon­junk­tur­för­de­rung dürf­te zu­sam­men mit der an­ge­spann­te­ren La­ge am Golf und den wie­der­hol­ten Ra­ke­ten­ab­schüs­sen in Nord­ko­rea die Rol­le des Edel­me­talls als si­che­rer Ha­fen stär­ken.

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