Die In­fra­struk­tur für den Fi­nanz­platz

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ -

Die SIX-Grup­pe ist 2008 aus der Fu­si­on der Schwei­zer Bör­se SWX, des Fi­nanz­in­for­ma­ti­ons­diens­tes und Zah­lungs­ver­kehrs­an­bie­ters Te­le­kurs und des Wert­schrif­ten­dienst­leis­ter SIS her­vor­ge­gan­gen. Im Kern bil­den die­se Tä­tig­kei­ten noch heu­te die Er­trags­und Ge­winn­pfei­ler der Grup­pe (vgl. Gra­fik 2).

Ak­tu­ell be­steht die SIX aus vier Ge­schäfts­fel­dern. Die Bör­se (Swiss Ex­ch­an­ge) bringt zwar den ge­rings­ten Um­satz, er­ziel­te aber 2016 den zweit­höchs­ten Ge­winn hin­ter dem mitt­ler­wei­le grössten Stand­bein, dem Zah­lungs­ver­kehr (Pay­ment Ser­vices). SIX stellt nicht nur In­fra­struk­tur für das bar­geld­lo­se Zah­len in der Schweiz und an­de­ren Län­dern be­reit, sie wi­ckelt un­ter Auf­sicht der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank auch den Zah­lungs­ver­kehr der Schwei­zer Ban­ken ab.

Doch trotz ih­rer star­ken Stel­lung im Heim­markt steht SIX un­ter Druck. Die Bör­se spürt bei­spiels­wei­se den Wett­be­werb an­de­rer An­bie­ter, so­ge­nann­ter Mul­ti Tra­ding Fa­ci­li­ties. Der Mar­gen­druck wird SIX in Zu­kunft wei­ter be­glei­ten. Kos­ten­kon­trol­le ist des­halb an­ge­sagt. Dar­um wer­den rund hun­dert Stel­len nach War­schau ver­la­gert, wo SIX be­reits heu­te rund sech­zig Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt.

Schon im ver­gan­ge­nen Jahr sorg­te vor al­lem die rück­läu­fi­ge Vo­la­ti­li­tät an den Fi­nanz­märk­ten für ein schwä­che­res Bör­sen­ge­schäft. Der Ge­winn der SIX ging ent­sp­re- chend zu­rück. Ein wei­te­rer Grund war der aus­ser­or­dent­li­che Ge­winn des Vor­jah­res, als die Grup­pe ih­re An­tei­le an den In­dex­an­bie­tern Sto­xx und In­de­xi­um an die Deut­sche Bör­se ver­kauf­te. Das In­dex­ge­schäft be­zeich­net der schei­den­de CEO Urs Rüegs­eg­ger al­so nicht zen­tral für die Stra­te­gie.

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