Nest­lé will das Port­fo­lio op­ti­mie­ren

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM/GESUNDHEIT - ML

Der Be­reich Süss­wa­ren in den USA ge­hört für Nest­lé nicht mehr zum Kern­port­fo­lio. Der Nah­rungs­mit­tel­her­stel­ler prüft stra­te­gi­sche Op­tio­nen, zu de­nen auch der Ver­kauf ge­hört. Mit lo­ka­len Mar­ken wie But­ter­fin­ger, Ba­by­Ruth und SweeTarts so­wie der in­ter­na­tio­na­len Mar­ke Crunch hat das Un­ter­neh­men im ver­gan­ge­nen Jahr 900 Mio. Fr. Um­satz er­zielt. Das ent­spricht 3% des Um­sat­zes in den USA re­spek­ti­ve 1% des Ge­samt­um­sat­zes.

Nest­lé ist im Süss­wa­ren­ge­schäft in den USA hin­ter Mars, Hers­hey und Lindt die Num­mer vier und hat zu­letzt Markt­an­tei­le ver­lo­ren. Fest­hal­ten will Nest­lé an den Back­pro­duk­ten der Mar­ke Toll Hou­se, die ei­ne wich­ti­ge Wachs­tums­mar­ke dar­stellt. Die Über­prü­fung soll bis En­de Jahr ab­ge­schlos­sen sein. Am glo­ba­len Süss­wa­ren­ge­schäft mit ei­nem Um­satz von 8,8 Mrd. Fr. hält Nest­lé fest. Zug­pferd ist die Mar­ke Kit­Kat.

Von Ana­lys­ten und Markt­teil­neh­mern wur­de die An­kün­di­gung gut auf­ge­nom­men. Die Ti­tel leg­ten am Frei­tag im Han­dels­ver­lauf bis zu 2,8% zu. Je­an-Phil­ip­pe Bert­s­chy von der Bank Von­to­bel be­zeich­net die Ent­schei­dung als «herr­vor­ra­gend». Er rech­net mit dem Be­ginn ei­ner neu­en Ära und stellt sich die Fra­ge, wel­che Be­rei­che als Nächs­te über­prüft wer­den. Er nennt un­ter an­de­rem Fer­tig­pro­duk­te und Spei­se­eis in den USA, über des­sen Zu­kunft schon seit Jah­ren spe­ku­liert wird.

Jon Cox vom Bro­ker Ke­p­ler Cheu­vreux schätzt den mög­li­chen Ver­kaufs­er­lös auf über 2 Mrd. Fr. Auch er rech­net mit wei­te­ren An­pas­sun­gen im Port­fo­lio. Das Ge­schäft mit Scho­ko­la­de pas­se nicht mehr zum Ge­sund­heits­kon­zern, als der sich Nest­lé se­he.

Es ist dies die ers­te grös­se­re An­kün­di­gung seit dem An­tritt des neu­en CEO Mark Schnei­der An­fang Jahr. Die Über­prü­fung ist stra­te­gisch sinn­voll und eb­net den Weg für wei­te­re Ver­bes­se­run­gen im Port­fo­lio.

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