Gut ge­füll­te Pro­dukt­pipe­line, aber statt­li­che Ak­ti­en­be­wer­tung

Finanz und Wirtschaft - - IMMOBILIEN -

Mo­bi­mo ist, was den Port­fo­li­o­wert be­trifft, die Num­mer vier der ko­tier­ten Schwei­zer Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten. Auf dem Port­fo­lio von 2,76 Mrd. Fr. Wert er­ar­bei­te­te die Ge­sell­schaft im ver­gan­ge­nen Jahr Miet­ein­nah­men von 114,7 Mio. Fr. Da­mit knüpf­te Mo­bi­mo an die Vor­jah­re an, in de­nen der Miet­ertrag eben­falls ge­stei­gert wur­de (vgl. Gra­fik un­ten links). Da­zu trug die in­ten­si­ve Be­wirt­schaf­tung mit ei­nem ei­ge­nen Ver­mark­tungs­team bei, was den Leer­stand auf 4,8% senk­te. Um die Schwan­kun­gen auf dem vo­la­ti­le­ren Bü­ro­markt ab­zu­fe­dern, er­höh­te die Ge­sell­schaft den An­teil des Seg­ments Woh­nen am Ge­samt­er­trag auf fast 30% (vgl. Gra­fik un­ten rechts). Gleich­zei­tig pro­fi­tier­te das Un­ter­neh­men von der Neu­be­wer­tung des Port­fo­li­os, die 80 Mio. Fr. er­reich­te.

Im lau­fen­den Jahr dürf­te der Ge­winn inkl. Neu­be­wer­tung ge­rin­ger aus­fal­len. Aus dem ope­ra­ti­ven Ge­schäft soll­te Mo­bi­mo aber wie­der­um ei­ne Di­vi­den­de von 10 Fr. je Ak­tie be­strei­ten kön­nen. Das er­for­dert Fle­xi­bi­li­tät im Bü­ro­markt, der ge­mäss CEO Chris­toph Ca­vie- zel ein Mie­ter­markt ist. Da­zu ge­hört auch ein Pi­lot­ver­such mit Co-Wor­king – be­fris­te­te ge­mein­sa­me Ar­beits­plät­ze – in Lau­sanne. «Für klei­ne Un­ter­neh­men, Start-ups et­wa, kann Co-Wor­king ei­ne Op­ti­on sein», sagt Ca­vie­zel.

Die Pro­jekt­pipe­line von Mo­bi­mo ist gut ge­füllt, was ei­ne kon­ti­nu­ier­li­che Ver­brei­te­rung der Ver­mie­tungs­ba­sis si­cher­stellt. Ei­nen Wachs­tums­schub wird es 2019 ge­ben, wenn gleich drei Gross­pro­jek­te fer­tig­ge­stellt wer­den. Aber auch für die Jah­re da­nach hat die Ge­sell­schaft vor­ge­sorgt. «Wir sind be­reit, un­ser Wissen über al­le mit der bau­li­chen Ent­wick­lung ver­bun­de­nen Pro­zes­se mit Städ­ten und Ge­mein­den als Pro­jekt­part­nern zu tei­len», sagt Ca­vie­zel. Auf die­ser Ba­sis und mit der nö­ti­gen Ge­duld lies­sen sich at­trak­ti­ve Über­bau­un­gen rea­li­sie­ren, be­grün­det er das En­ga­ge­ment mit der öf­fent­li­chen Hand. Die­se Ent­wick­lungs­pro­jek­te si­chern ei­ne Wachs­tums­ba­sis, von der die Ak­tio­nä­re lang­fris­tig pro­fi­tie­ren wer­den.

Zur Ent­wick­lung der Pro­jek­te ist Mo­bi­mo mit 43% Ei­gen­ka­pi­tal und ei­nem ho­hen Cash­flow so­li­de fi­nan­ziert. Das Fremd­ka­pi­tal wur­de 2016 zu durch­schnitt­lich 2,38% über die Lauf­zeit von acht Jah­ren ver­zinst.

Die Mo­bi­mo-Ak­ti­en hat­ten be­son­ders 2016 ei­nen gu­ten Lauf. Seit An­fang Jahr ent­wi­ckel­ten sie sich et­was lang­sa­mer als der Ge­samt­markt und auch als der Bran­chen­in­dex Im­mo­bi­li­en. Die na­he All­zeit­hoch no­tie­ren­den Ti­tel ver­keh­ren ak­tu­ell mit 25% Auf­schlag auf den in­ne­ren Wert. Das schränkt den Kurs­spiel­raum kurz­fris­tig ein. Auf lan­ge Sicht hat Mo­bi­mo in der Bran­che aber ver­gleichs­wei­se gu­te Kar­ten. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Mo­bi­mo im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/MOBN

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