De­ri­vat­han­del

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Gross­bri­tan­ni­en droht den aus­ser­börs­li­chen Han­del mit eu­ro­päi­schen De­ri­va­ten zu ver­lie­ren. Die EU ist be­strebt, die­sen Markt aus Lon­don weg­zu­lot­sen. Denn ab März 2019 ist Gross­bri­tan­ni­en ein Dritt­land und da­mit nicht mehr der eu­ro­päi­schen Re­gu­lie­rung un­ter­stellt. Es ist aber auch ein Markt, in wel­chem es um Bil­lio­nen von Eu­ro und Zehn­tau­sen­de von Ar­beits­plät­zen geht. In Lon­don wird das so­ge­nann­te Clea­ring ab­ge­wi­ckelt. Es steht im Han­del von De­ri­va­ten zwi­schen Ver­käu­fer und Käu­fer und springt dann ein, wenn ei­ner der Han­dels­part­ner aus­fällt. Clea­ring­häu­ser sol­len so die Sta­bi­li­tät und Si­cher­heit des Fi­nanz­sys­tems er­hö­hen. Der­zeit wird ein gros­ser Teil des eu­ro­päi­schen De­ri­vat­han­dels in Lon­don ab­ge­wi­ckelt. Nach An­ga­ben der EU-Kom­mis­si­on be­läuft sich das glo­ba­le Vo­lu­men (No­mi­nal­wert) des aus­ser­börs­li­chen De­ri­vat­markts auf 544 Bio. €, wo­von schät­zungs­wei­se 62% über Clea­ring­häu­ser ab­ge­wi­ckelt wer­den. Vor al­lem Frank­furt und Pa­ris hof­fen, Tei­le die­ses Markts zu ge­win­nen.

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