Nest­lé und Ro­che stüt­zen

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - GABI WÜTHRICH

No­var­tis wird von San­doz-Zu­las­sung nicht be­wegt. Uh­ren­ti­tel pro­fi­tie­ren von Kurs­zie­ler­hö­hun­gen.

Ei­ne zwi­schen­zeit­li­che Schwä­che am Mitt­woch ver­moch­te den Schwei­zer Ak­ti­en­markt nicht zu brem­sen. Vor al­lem am Frei­tag hat er er­neut kräf­tig zu­ge­legt, so­dass der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) im Ver­gleich mit der Vor­wo­che 1,3% auf 8963,3 an Wert ge­won­nen hat.

Den Leit­in­dex stark ge­stützt ha­ben Nest­lé (+3,1% im Wo­chen­ver­gleich): Die An­kün­di­gung, Op­tio­nen für das US-Süss­wa­ren­ge­schäft zu prü­fen, ist bei den An­le­gern als ers­ter Port­fo­li­o­ent­scheid des seit Ja­nu­ar am­tie­ren­den CEO Mark Schnei­der auf An­klang ge­stos­sen (vgl. Sei­te 10).

Auch die Phar­ma-Blue-Chips Ro­che (GS, +2,6%) sind wei­ter vor­an­ge­kom­men. Dank ei­ner neu­en Ver­ein­ba­rung über­nimmt neu die bri­ti­sche Ge­sund­heits­be­hör­de NHS die Kos­ten für das Brust­krebs­me­di­ka­ment Kad­cy­la. 2015 hat­te die NHS ei­ne Kos­ten­über­nah­me noch ab­ge­lehnt.

Da­ge­gen ha­ben No­var­tis (–0,9%) nicht von der Mel­dung pro­fi­tiert, dass die Toch­ter­ge­sell­schaft San­doz für ein Ge­ne­ri­kum zum In­ha­la­tor Ad­vair Dis­kus von Gla­xoS­mit­hK­li­ne die US-Zu­las­sung er­hal­ten hat. In Vi­for Phar­ma (+3,8%) und Ga­le­ni­ca (+5,9%) schien der­weil ei­ne Er­ho­lung ein­zu­set­zen, nach­dem die Va­lo­ren nach der Auf­tei­lung in ei­ne Phar­ma- und ei­ne Han­dels­spar­te eher ab­wärts ten­diert hat­ten.

Ba­si­lea im Hoch

Ba­si­lea (+10,3%) klet­ter­ten dank der Li­zenz­ver­ein­ba­rung mit dem US-Phar­ma­rie­sen Pfi­zer zwei­stel­lig (vgl. Sei­te 11). In der Fol­ge stütz­ten po­si­ti­ve Ana­lys­ten­kom­men­ta­re die Va­lo­ren des Bas­ler Phar­ma­un­ter­neh­mens wei­ter. Die Ak­ti­en des Tele­me­di­zinAn­bie­ters Li­feWatch, der vor der Über­nah­me durch Bi­oT­ele­me­try steht, no­tier­ten da­ge­gen 2,4% tie­fer. Ge­mäss de­fi­ni­ti­vem Zwi­schen­er­geb­nis hält das US-Un­ter­neh­men nun 83,55%. Der Voll­zug des Kauf­an­ge­bots ist für den 12. Ju­li vor­ge­se­hen. Be­reits am 22. Ju­ni wer­den Li­feWatch-Ak­ti­en von der SIX aus dem SPI aus­ge­schlos­sen.

Die Va­lo­ren der im Bie­ter­kampf um Li­feWatch un­ter­le­ge­nen Spi­tal- und Ho­tel­grup­pe Ae­vis (+5,9%) sind trotz des Di­vi­den­den­ab­gangs von 0.55 Fr. ge­stie­gen. Auch So­no­va (+0,5%) ha­ben sich ex Di­vi­den­de von 2.30 Fr. gut be­haup­tet. Die Ak­ti­en der aus der über­nom­me­nen Ac­te­li­on ab­ge­spal­te­ten Idor­sia be­en­de­ten den ers­ten Han­dels­tag auf ei­nem Kurs von 13.65 (vgl. Sei­te 11). Ku­ros (–6,8%) fie­len hin­ge­gen oh­ne Nach­rich­ten auf Jah­res­tief.

Jef­fe­ries be­wegt Tel­cos

Un­ein­heit­lich ten­dier­ten die Tele­com­va­lo­ren Swiss­com (+1,6%) und Sun­ri­se (–2,8%) nach ei­ner Jef­fe­ries-Stu­die. Die Ana­lys­ten emp­feh­len Swiss­com neu zum Kauf, weil die stär­ke­re Kon­kur­renz im Heim­markt Schweiz be­reits ein­ge­preist sei und der ehe­ma­li­ge Mo­no­po­list ein über­zeu- gen­des Spar­pro­gramm durch­füh­re. Sun­ri­se ha­ben sie we­gen des be­schränk­ten Auf­wärts­po­ten­zi­als da­ge­gen auf «Hal­ten» ab­ge­stuft. Die Ak­ti­en ha­ben seit Jah­res­be­ginn be­reits 15,3% ge­won­nen.

Die Uh­ren­ti­tel ver­zeich­ne­ten leich­te Kurs­ge­win­ne: Die Mor­gan-St­an­ley-Ana­lys­ten ha­ben zwar für bei­de die Kurs­zie­le kräf­tig er­höht, be­lies­sen aber auch die Ein­stu­fun­gen für Ri­che­mont (+1%) auf «Over­weight» und für Swatch Group (Inh., +0,6%) auf «Un­der­weight».

Die In­dus­trie­ti­tel ABB (–0,3%) ver­moch­ten die Mar­ke von 25 Fr. wei­ter nicht zu kna­cken. Zehn­der (+4,8%) hat zur Er­leich­te­rung der An­le­ger an­ge­kün­digt, die Wie­der­auf­nah­me der Pro­duk­ti­on in der Tür­kei per An­fang Ju­li zu prü­fen. Die Fer­ti­gung war nach ei­nem Erd­be­ben En­de Mai aus Si­cher­heits­grün­den ge­stoppt wor­den, was zu Lie­fer­ver­zö­ge­run­gen beim Hei­zungs- und Lüf­tungs­spe­zia­lis­ten führ­te. Die von Bos­sard an­ge­ho­be­ne Ge­winn­pro­gno­se ver­half den Va­lo­ren zu ei­ner Avan­ce von 7,4% (vgl. Sei­te 5).

Das Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men Hiag (–2%) über­nimmt ein Ge­wer­be­are­al in Mey­rin zu ei­nem nicht ge­nann­ten Preis. Der jähr­li­che Lie­gen­schafts­er­trag be­lau­fe sich auf 0,7 Mio. Fr.

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