Tech­no­lo­gie-Ak­ti­en set­zen Er­ho­lung fort

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - HF

Der Dow Jo­nes steigt erst­mals über 21 500. Der schwa­che Öl­preis be­las­tet Ener­gie­wer­te.

Es er­staunt, wie rasch sich der Tech-Sek­tor auf­ge­fan­gen hat. Auch die Pa­pie­re an­de­rer Schwer­ge­wich­te wie der Goog­le-Mut­ter Al­pha­bet, des On­line­händ­lers Ama­zon und des So­ci­al-Me­di­aDi­ensts Face­book rück­ten vor, hiel­ten al­ler­dings nicht mit den Ak­ti­en des fi­nan­zi­ell und in Sa­chen Markt­po­si­ti­on ma­kel­los da­ste­hen­den iPho­ne-Her­stel­lers mit.

Ein Grund für das schnel­le Come­back der Tech-Wer­te ist ge­nau­so we­nig aus­zu­ma­chen wie zu­vor ein An­lass für die ab­rup­te Ab­wärts­kor­rek­tur. Von Skep­sis ge­gen­über der teil­wei­se ho­hen Be­wer­tung war die Re­de ge­we­sen, was nicht von der Hand zu wei­sen ist. Güns­tig ist der Sek­tor noch im­mer nicht, trotz­dem ha­ben die Käu­fer wie­der zu­ge­packt.

Die schnel­le Bes­se­rung scheint der An­la­ge­not ge­schul­det zu sein. An­lei­hen sind mit Blick auf wei­te­re Zins­stei­ge­run­gen der US-No­ten­bank ris­kant, Im­mo­bi­li­en zu­meist noch teu­rer als Ak­ti­en, Edelmetalle oh­ne Zins und Fan­ta­sie, und an den Roh­stoff­märk­ten über­steigt das An­ge­bot die Nach­fra­ge – sie­he Erd­öl. Die US-No­ten­bank ist auf wei­te Sicht die ein­zi­ge, die sach­te die Geld­flut mit vor­sich­ti­gen Zins­schrit­ten ein­zu­däm­men ver­sucht. Li­qui­di­tät ist mehr als ge­nug vor­han­den, und so­lan­ge die­se Si­tua­ti­on an­hält, kom­men auch ein­kom­mens- und nicht pri­mär wachs­tums­ori­en­tier­te An­le­ger nicht um so­li­de Di­vi­den­den­wer­te her­um.

Mit stol­zen Ren­di­ten glän­zen vie­le Öl­wer­te, al­len vor­an die Pa­pie­re der in Pro­duk­ti­on und Ver­ar­bei­tung ak­ti­ven Gross­kon­zer­ne. Die Öl­preis­schwan­kun­gen hal­ten sich so im En­d­er­geb­nis ei­ni­ger­mas­sen die Waa­ge.

Trotz­dem ka­men füh­ren­de Ölak­ti­en wie Chev­ron (106.11 $, –2,1% seit Frei­tag) und Exxon Mo­bi­le (82.13 $, –1,6%) er­neut un­ter die Rä­der. Der Preis für die Roh­öl­sor­te WTI fiel 2,4% auf 43.15 $ pro Fass. Das ent­spricht dem tiefs­ten Preis seit Herbst und brems­te den An­stieg der US-Bör­sen, die am Di­ens­tag leicht schwä­cher er­öff­ne­ten. Ob­schon ein klei­ner Pro­du­zent, hat Li­by­en die För­de­rung aus­ge­wei­tet. Das ge­nüg­te, um den Öl­markt zu ver­un­si­chern.

Für Schlag­zei­len sorg­te EQT Cor­po­ra­ti­on. Der Öl- und Gas­för­de­rer will für 6,7 Mrd. $ Kon­kur­rent Rice Ener­gy schlu­cken. Rice Ener­gy schnell­ten fast 25% auf 24.06 $ hoch, für EQT ging es knapp 9% auf 52 $ nach unten. Es ist das nor­ma­le Mus­ter bei Über­nah­men: Die Ak­ti­en des Käu­fers ver­lie­ren an Wert, weil kurz­fris­tig ei­ne Ge­winn­ver­wäs­se­rung droht.

Nicht so bei Ama­zon. Der On­line­händ­ler schock­te vor dem Wo­che­n­en­de die tra­di­tio­nel­len De­tail­händ­ler mit dem Kauf von Who­le Foods Mar­ket für 14 Mrd. $. Wie Ana­lys­ten be­mer­ken, steht da­mit der Ero­be­rung des Le­bens­mit­tel­han­dels als letz­ter gros­ser vom di­gi­ta­len Wan­del noch we­nig be­rühr­ten Bran­che nur noch we­nig im Weg. Ama­zon leg­ten 0,7% auf 995 $ zu, Ti­tel wie WalMart Sto­res blie­ben auf ih­ren Ver­lus­ten vom Frei­tag sit­zen.

Bo­eing setz­ten den Hö­hen­flug auf 199.32 $ (+1,5%) fort. Ex­per­ten zu­fol­ge ge­fällt die an der Luft­fahr­mes­se in Le Bour­get vor­ge­stell­te ver­län­ger­te Ver­si­on des Mit­tel­stre­cken­jets 737-Max.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.