Trump macht Chi­na wie­der gross­ar­tig

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Do­nald Trump ist mit dem Ver­spre­chen ins Weis­se Haus ge­zo­gen, die USA wie­der gross­ar­tig zu ma­chen. Zu­nächst hat­ten es ihm die Markt­ak­teu­re so­gar zu­ge­traut. Von ei­nem Wachs­tums­im­puls war die Re­de, von In­fla­ti­on, hö­he­ren US-Zin­sen und ei­nem stär­ke­ren Dol­lar. Doch nach Ablauf des ers­ten hal­ben Jah­res zei­gen die Fi­nanz­märk­te ein kom­plett an­de­res Bild. Der Dol­lar hat sich nicht auf­ge­wer­tet, son­dern zum Fran­ken 5% und zum Eu­ro 7% ver­lo­ren. Die zehn­jäh­ri­gen US-An­lei­hen­zin­sen sind nicht ge­stie­gen, son­dern von 2,45 auf 2,18% ge­fal­len.

Das hat Fol­gen: Gold pro­fi­tiert vom Zins­rück­gang, und die Dol­lar­schwä­che hilft in der Re­gel den Schwel­len­län­dern. De­ren Ak­ti­en­märk­te ha­ben seit Jah­res­be­ginn in Fran­ken 14% ge­won­nen. Gross­ar­tig wa­ren vor al­lem chi­ne­si­sche Ak­ti­en, und zwar die ein­fach zu­gäng­li­chen, im Aus­land ko­tier­ten Ti­tel, nicht die an den Fest­land­bör­sen ge­lis­te­ten A-Sha­res, die erst nächs­tes Jahr in die MSCI-In­di­zes auf­ge­nom­men wer­den. Noch bes­ser ha­ben die Börsen Warschau und Istan­bul ab­ge­schnit­ten. Doch auch die Ak­ti­en­märk­te in We­st­eu­ro­pa konn­ten sich mit Ge­samt­ren­di­ten zwi­schen 12 und 14% gut be­haup­ten. Gröss­ter Ver­lie­rer ist das Roh­stoffseg­ment. Der Kor­rup­ti­ons­skan­dal hält Bra­si­li­ens Börse im Griff, Russ­land lei­det un­ter dem fal­len­den Erd­öl­preis. Da kann auch Trump nichts da­für.

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