L’Oréal-Ein­stieg hat sich ge­lohnt

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«L’Oréal ist ein stra­te­gi­sches As­set, das 10% un­se­rer Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung aus­macht», sag­te Mark Schneider, CEO des Nah­rungs­mit­tel­kon­zerns Nest­lé, im Fe­bru­ar im Interview mit FuW. Laut Schneider macht es des­halb kei­nen Sinn, vor­ei­li­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Sy­ner­gi­en gibt es aber zwi­schen den Kos­me­ti­ka von L’Oréal und den Pro­duk­ten von Nest­lé seit 2014 kei­ne mehr. Da­mals über­nahm Nest­lé das 1981 ge­mein­sam mit L’Oréal ge­grün­de­te Un­ter­neh­men Gal­der­ma voll­stän­dig. Die Haut­pfle­ge­pro­duk­te von Gal­der­ma ge­hö­ren un­ter­des­sen zur Spar­te Nest­lé Skin He­alth.

Da Nest­lé L’Oréal in Ak­ti­en be­zahl­te, sank die Be­tei­li­gung am fran­zö­si­schen Kon­zern im Zu­ge der Trans­ak­ti­on vor drei Jah­ren von 29 auf 23%. Auf­ge­baut wur­de die Po­si­ti­on 1974, als die Toch­ter des L’Oréal-Grün­ders, Li­lia­ne Bet­ten­court, Nest­lé als Gross­ak­tio­när ins Boot hol­te. Für den Nah­rungs­mit­tel­kon­zern hat sich die Be­tei­li­gung ge­lohnt. Seit 1977 hat L’Oréal laut dem Fi­nanz­da­ten­dienst Bloom­berg ei­ne Ge­samt­ren­di­te von 11% pro Jahr er­reicht. «Als Ak­tio­när sind wir da­mit sehr glück­lich», sag­te Nest­lé-CEO Mark Schneider im Fe­bru­ar. Für die Jah­re zu­vor gibt es kei­ne Bloom­ber­gDa­ten. Zu­letzt ist die Ren­di­te aber ge­sun­ken. Im neu­en Jahr­tau­send be­trug sie pro Jahr le­dig­lich noch 4%.

Ein Ver­kauf der Be­tei­li­gung im Wert von 26 Mrd. Fr. er­gibt nur dann Sinn, wenn Nest­lé das Geld in lang­fris­ti­ges Wachs­tum in­ves­tie­ren kann. Ak­ti­en­rück­käu­fe er­fül­len die­ses Kri­te­ri­um nicht, und für Über­nah­men ist das Preis­ni­veau ge­mäss dem Nest­lé-CEO mo­men­tan «aus­ser­or­dent­lich sport­lich». Kurz­fris­tig zeich­net sich dar­um noch kei­ne Ve­räus­se­rung ab.

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