«Die EZB be­treibt mo­ne­tä­re Fi­nan­zie­rung»

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - INTERVIEW: GREGOR MAST UND PHIL­IP­PE BÉGUELIN

nah­me des Ar­beits­markts und der Bil­dung aber we­nig ge­tan. Vor al­lem das Ban­ken­pro­blem wur­de viel zu spät an­ge­gan­gen. dreht – et­wa die Er­hö­hung des Ren­ten­al­ters, die für be­stimm­te Be­rufs­grup­pen auf 63 Jah­re zu­rück­ge­nom­men wur­de. Jetzt feh­len die Fach­ar­beits­kräf­te. Zu­dem wur­de der flä­chen­de­cken­de Min­dest­lohn ein­ge­führt. Der­sel­be Min­dest­lohn über das gan­ze Land ist das fal­sche Si­gnal. Deutsch­land wird von die­sen Si­gna­len nicht pro­fi­tie­ren, son­dern eher lei­den. Mrd. € oder 17% des ge­sam­ten Kre­dit­vo­lu­mens. Im ge­sam­ten Eu­ro­raum sind es 1,1 Bio. €. Das ist ei­ne Be­las­tung für die Ban­ken, und des­halb sind sie zu­rück­hal­tend bei der Kre­dit­ver­ga­be. Mitt­ler­wei­le hat die EZB fast 2000 Mrd. € an Staats­pa­pie­ren ge­kauft. Die be­schei­de­ne Er­ho­lung der Kre­dit­ver­ga­be steht in kei­nem Ver­hält­nis zu den Ri­si­ken die­ser Geld­po­li­tik. der aus Kri­sen­län­dern oder aus Län­dern mit Pro­ble­men.

«Die be­schei­de­ne Er­ho­lung der Kre­dit­ver­ga­be steht in kei­nem Ver­hält­nis zu den Ri­si­ken die­ser Geld­po­li­tik.»

Dar­an zweif­le ich nicht. Für die Zu­sam­men­set­zung des Eu­ro­raums le­ge ich aber mei­ne Hand nicht ins Feu­er. Der Eu­ro ist ge­star­tet, ir­re­ver­si­bel zu sein. Ich glau­be, das ist er auch. Das heisst aber nicht, dass die Mit­glied­schaft von Län­dern im Eu­ro ir­re­ver­si­bel ist.

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